Kanzler unerwünscht?

Wenige Tage vor Wahl: Merz hat ersten Wahlkampftermin im Osten

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Sachsen-Anhalt: Merz warnt vor AfD

Videoclip • 01:04 Min • Ab 12


Der CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt macht Stimmung gegen die Bundespartei. Beim ersten Wahlkampftermin von Parteichef Friedrich Merz wird es nun auch kein größeres Publikum geben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In knapp einer Woche sind in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz tritt aber erst jetzt bei einer Wahlkampfveranstaltung auf.

  • CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze machte bisher nicht den Eindruck, dass er sich über einen Besuch des Parteichefs freut.

Bislang hatte er sich ferngehalten - doch wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steigt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) doch noch in den Wahlkampf ein. In Quedlinburg im Harz nimmt er an einer Gesprächsrunde mit Kandidaten für den Landtag teil und will sich gemeinsam mit Ministerpräsident Sven Schulze vor der Presse äußern.

Davor reist Merz nach Mecklenburg-Vorpommern, wo in drei Wochen gewählt wird. In dem von einer rot-roten Koalition regierten Land hatte Merz zuvor auch noch keinen Wahlkampftermin.

Schulze grenzt sich von Bundes-CDU ab

Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hatte vor wenigen Tagen noch über "Gegenwind aus Berlin" vor der Landtagswahl geklagt. Er machte bisher nicht den Eindruck, dass er ranghohen Besuch der Bundespartei besonders schätzt.

Immer wieder stellt er klar, dass es nicht seine Aufgabe sei, der Agenda der Bundesregierung beizupflichten, sondern die Interessen Sachsen-Anhalts zu vertreten. Der 47-jährige Ministerpräsident macht sogar gegen die CDU-Zentrale Wahlkampf.

Im Sommer stellte er sich gemeinsam mit den anderen beiden ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten gegen ein Kernelement des schwarz-roten Rentenreformkonzepts - die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren.

Auch in den News:

Absage der CDU-Präsidiumsklausur in Magdeburg

Auf seinen Wunsch wurde auch eine für Ende August geplante Klausur des CDU-Bundespräsidiums in Magdeburg abgesagt. Die offizielle Begründung der CDU-Zentrale in Berlin lautete, man wolle "in der Schlussmobilisierung anstatt interner Sitzungen mehr Wahlkampftermine" ermöglichen.

Bis klar war, wann und wie Merz überhaupt in Sachsen-Anhalt auftreten würde, vergingen viele Wochen. Ursprünglich waren größere Auftritte in Ilsenburg und am Geiseltalsee im Gespräch. Jetzt wird es keinen klassischen öffentlichen Wahlkampfauftritt vor größerem Publikum geben.

Nach der neuesten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF kommt die AfD auf 40 Prozent, die Christdemokraten von Ministerpräsident Sven Schulze liegen bei 23 Prozent.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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