Union unter Druck

Krisensitzung ohne Kanzler: CDU-Ministerpräsidenten berieten sich nach Wahldesaster

Aktualisiert:

von Jacqueline Bittl

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Wahl-Beben in MV: CDU fliegt raus

Videoclip • 02:43 Min • Ab 12


Nach den verheerenden Verlusten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kamen führende CDU-Politiker am Sonntagabend (20. September) zu einer geheimen Runde zusammen – Friedrich Merz blieb außen vor.

Die Stimmung war angespannt, als sich die CDU-Ministerpräsidenten am Sonntagabend (20. September) in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung versammelten. Etwa zwei Stunden lang berieten sieben der acht Ministerpräsidenten sowie die Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg und Niedersachsen, Manuel Hagel und Sebastian Lechner, über die dramatischen Wahlergebnisse – ohne Kanzler und Parteichef Friedrich Merz.

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Historisches Debakel setzt Merz unter Druck

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, fand das Treffen unmittelbar nach der Sitzung des Parteipräsidiums im Konrad-Adenauer-Haus statt, an der Merz noch teilgenommen hatte. Doch während der Kanzler die Parteizentrale gegen 21.40 Uhr verließ, zogen sich die Landesfürsten zu ihrer separaten Beratung zurück.

Der Grund für die Krisensitzung: Die CDU war in Mecklenburg-Vorpommern erstmals in ihrer Geschichte aus einem Landesparlament geflogen und hatte in Berlin klar gegen die Linke verloren. Mit nur 4,9 Prozent scheiterte die Partei im Nordosten an der Fünf-Prozent-Hürde – das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl in der 80-jährigen Geschichte der Bundes- und Landtagswahlen.

Der Druck auf den bereits angeschlagenen Kanzler dürfte damit weiter steigen. Merz machte zwar noch am Abend deutlich, dass er weitermachen wolle, doch die Frage bleibt: Wie stabil ist der Rückhalt in der Partei?


Entscheidende Tage stehen bevor

Heute (21. September) kommen in Berlin die Führungsgremien der CDU zusammen, um über die Konsequenzen zu beraten: Zunächst das Präsidium, dann der Vorstand. Am Dienstag (22. September) steht eine Sitzung der Unions-Bundestagsfraktion an. In diesen Sitzungen wird sich zeigen, ob die Parteiführung noch hinter Merz steht.

Die acht CDU-Ministerpräsidenten hatten dem Kanzler vier Tage vor den Wahlen noch mit einer gemeinsamen Erklärung Rückendeckung gegeben. Doch von vielen wurde diese Solidaritätsadresse als bewusst halbherzig wahrgenommen, weil Merz nicht einmal namentlich genannt wurde. Die separate Beratungsrunde am Sonntagabend könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Landesfürsten ihre Position neu justieren wollen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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