Nur wenige profitieren

Mariä Himmelfahrt 2026: Wo ist der 15. August eigentlich noch ein Feiertag?

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von Joachim Vonderthann

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Videoclip • 01:36 Min • Ab 12


Mariä Himmelfahrt wird jedes Jahr am 15. August gefeiert - 2026 ist das ein Samstag. In diesen Bundesländern bleiben die Geschäfte geschlossen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 15. August wird der Feiertag Mariä Himmelfahrt begangen - doch nur wenige Bundesländer haben an diesem Tag frei.

  • Wichtig für den Wochenend-Einkauf: Im Saarland und in großen Teilen Bayerns bleiben die Geschäfte am Samstag geschlossen.

  • Mariä Himmelfahrt wird in Deutschland bereits seit dem 9. Jahrhundert gefeiert.

Mariä Himmelfahrt, auch als "Mariä Aufnahme in den Himmel" bekannt, ist ein bedeutendes Hochfest der katholischen Kirche. Es wird jedes Jahr am 15. August begangen, in diesem Jahr fällt der Tag auf einen Samstag.

Mariä Himmelfahrt nur im Saarland und Teilen Bayerns Feiertag

In Deutschland ist Mariä Himmelfahrt nur in einigen Regionen ein gesetzlicher Feiertag. Im Saarland gilt der 15. August im ganzen Bundesland als arbeitsfreier Tag. Das bedeutet: Der Wochenendeinkauf sollte hier diesmal bereits am Freitag erledigt werden.

In Bayern hingegen hängt es davon ab, wie hoch der Anteil der Katholik:innen in einer Gemeinde ist. Aktuell gilt Mariä Himmelfahrt in rund 1.700 bayerischen Gemeinden als Feiertag. In knapp 350 Gemeinden dagegen nicht - somit bleiben die Geschäfte hier am Samstag geöffnet.

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Zwei Gemeinden verlieren Feiertag

In zwei bayerischen Gemeinden ist Mariä Himmelfahrt wegen der jüngsten Bevölkerungsentwicklung seit letztem Jahr kein Feiertag mehr. Im oberfränkischen Seßlach und Marktschorgast ist der 15. August diesmal ein normaler Tag.

Neu hinzugekommen sind hingegen sechs andere Kommunen im Freistaat laut Innenministerium in München. In Marktrodach in Oberfranken, in den mittelfränkischen Gemeinden Baiersdorf und Weisendorf, in Schwebheim in Unterfranken und im schwäbischen Memmingerberg sowie Oettingen wird Mariä Himmelfahrt zum gesetzlichen Feiertag.

Bedeutung: Katholischer Feiertag erinnert an Mutter Jesu

Der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt erinnert an die Überlieferung, dass Maria, die Mutter Jesu, nach ihrem Tod direkt in den Himmel aufgenommen wurde. Der Glaube besagt, dass Maria frei von jeder Sünde war und deshalb ohne das Jüngste Gericht Gott im Paradies gegenübertreten konnte.

Interessanterweise findet sich diese Geschichte jedoch nicht in der Bibel, sondern basiert auf Überlieferungen.

Seit dem 9. Jahrhundert in Deutschland gefeiert

Seinen Ursprung hat Mariä Himmelfahrt in der Ostkirche, wo es bereits im Jahr 431 eingeführt wurde. Die römisch-katholische Kirche übernahm das Fest im siebten Jahrhundert, und seit dem neunten Jahrhundert wird es auch in Deutschland gefeiert.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Aufnahme Marias in den Himmel zu einer immer prächtigeren Darstellung – besonders durch Szenen der Marienkrönung.

Papst Pius XII. verkündete Dogma

Ein bedeutender Meilenstein war das Jahr 1950, als Papst Pius XII. das Dogma von der "ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel" verkündete. Dieses Dogma untermauert die zentrale Rolle Marias im katholischen Glauben und betont ihre besondere Stellung innerhalb der Heiligenverehrung.


Verwendete Quellen:

Augsburger Allgemeine: "Wo Mariä Himmelfahrt in Bayern ein Feiertag ist – und wo nicht"

Nachrichtenagentur dpa

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