Wetterphänomen
Experten warnen vor heftigen Auswirkungen: Stärkster El Niño seit Messbeginn steht bevor
Aktualisiert:
von Benedict Hottner:newstime
Experten warnen vor stärkstem El Niño seit Messbeginn
Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Das Klimaphänomen El Niño nimmt weiter an Stärke zu. Laut DWD und US-Klimabehörde NOAA könnte es eines der stärksten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen werden – mit möglichen Folgen für Ernten und Preise weltweit.
Das aktuelle El-Niño-Ereignis im Pazifik könnte außergewöhnlich stark werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einem der stärksten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen.
Im Juli lagen die Wassertemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik bereits deutlich über dem Durchschnitt. Die Auswirkungen könnten in verschiedenen Regionen der Welt erheblich sein. In Teilen Amerikas, Australiens, Asiens und Afrikas kann El Niño sowohl starke Niederschläge als auch schwere Dürren auslösen. Das kann wiederum Ernten beeinträchtigen.
Für Europa sind die direkten Folgen deutlich schwerer abzuschätzen. Laut DWD könnte das Phänomen hier vor allem über Veränderungen der großräumigen Wetter- und Luftströmungen wirken. Konkrete Auswirkungen seien derzeit noch nicht ausreichend prognostizierbar. Dennoch könnten auch Menschen in Deutschland die Folgen indirekt spüren. Der Klimaforscher Armin Bunde von der Universität Gießen sagt, schlechte Ernten im Pazifikraum könnten etwa die Preise für Zucker, Kaffee und Kakao steigen lassen.
Auch in den News:
NOAA erwartet historisches Ereignis
Auch die US-Klimabehörde NOAA beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Sie geht mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent davon aus, dass El Niño in den kommenden Monaten die Kategorie eines sehr starken Ereignisses erreicht.
Noch bemerkenswerter ist eine weitere Prognose. Für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2026 sieht die NOAA eine Wahrscheinlichkeit von 69 Prozent für ein historisches Ereignis. Dieses könnte stärker ausfallen als alle bisher seit 1950 gemessenen El-Niño-Ereignisse.
Auch der Panamakanal reagiert bereits auf die Entwicklung. Ab September soll die Zahl der buchbaren Schiffsdurchfahrten schrittweise leicht reduziert werden. Grund dafür sind unter anderem Sorgen um die Wasserversorgung des Kanals.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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