Vor den UN

"Patient Null": Selenskyj beschreibt Putin als Ursprung allen Kriegsübels

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

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Selenskyj fordert Druck auf Putin

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Ein Wort, ein Vergleich, eine Warnung an die ganze Welt bei der UN-Vollversammlung: Was Selenskyj vor den Vereinten Nationen über Putin sagt, lässt keinen Zweifel an seiner Botschaft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ukrainische Präsident warnt vor einer globalen Ausbreitung des Ukraine-Krieges.

  • In diesem Zuge verglich er vor den UN Putin mit einem ansteckenden Patienten.

  • Seine Botschaft an die Weltgemeinschaft ist unmissverständlich.

Es war kein gewöhnlicher Auftritt: Als Wolodymyr Selenskyj am Mittwochabend (23. September) vor der UN-Generalversammlung in New York das Wort ergriff, nutzte der ukrainische Präsident die Sprache der Medizin, um eine politische Botschaft von globaler Tragweite zu formulieren: Wladimir Putin sei der "Patient Null" – der Ausgangspunkt, von dem sich die Idee des Krieges in alle Welt ausbreite.

Dieser Patient müsse gestoppt werden, man müsse ihm den Raum nehmen, zu handeln und das Böse zu verbreiten, so Selenskyj wörtlich.

Eine Bedrohung, die weit über die Ukraine hinausreicht

Selenskyj zeichnete in seiner Rede ein düsteres Panorama russischer Aggression: Nicht nur sein eigenes Land, das seit mehr als viereinhalb Jahren einem brutalen Angriffskrieg standhält, stehe im Visier Moskaus. Auch die Republik Moldau, Polen und die baltischen Staaten sieht Selenskyj durch Russland bedroht. Der Kreml respektiere die Eigenständigkeit der Länder im Südkaukasus und in Zentralasien nicht.

Syrien und afrikanische Staaten hätten schmerzhafte Bekanntschaft mit russischer Gewalt gemacht. Nordkorea, so Selenskyj, entwickle in enger Zusammenarbeit mit Russland seine Militärtechnologie weiter – und wachse dadurch zur größeren Bedrohung für seine asiatischen Nachbarn heran.


Hilferuf und Stärke zugleich

Selenskyj präsentierte sein Land dabei nicht nur als Opfer, sondern auch als aktiven Beitragenden zur internationalen Sicherheit. Die Ukraine habe Fortschritte bei der Entwicklung von Drohnentechnologie erzielt, die nun mit Partnern geteilt werde – mit dem Ziel, ein modernes, integriertes Verteidigungssystem gegen Drohnenbedrohungen in der Luft, zu Wasser und zu Land aufzubauen.

Gleichzeitig arbeite Kiew mit internationalen Partnern an einer Raketenabwehr im Rahmen des Projekts Freyja. Die Ukraine, so Selenskyjs Botschaft, werde trotz des Krieges zu einem Lieferanten von Sicherheit – nicht nur Empfänger.

Dennoch machte er unmissverständlich klar: Sein Land ist dringend auf Unterstützung angewiesen – vor allem auf Flugabwehrwaffen. Ein Hilferuf, der angesichts der zuletzt stark eingeschränkten Fähigkeit der ukrainischen Luftabwehr, russische Raketen abzufangen, besonderes Gewicht erhält.

Sarkasmus und Entschlossenheit im Big Apple

Selenskyjs Auftritt in New York war nicht frei von Schlaglichtern der anderen Art: Auf die wiederholte Frage eines russischen Staatsfernsehreporters, wann er denn nach Moskau komme, antwortete der frühere Komiker und Schauspieler hörbar gereizt – mit einem russischen Schimpfwort, das sich in sozialen Netzwerken viral verbreitete.

Die Botschaft dahinter: Eine Reise in die russische Hauptstadt kommt für ihn nicht infrage – weder aus Sicherheitsgründen noch, um den Anschein zu erwecken, Kiew kapituliere vor Moskau.

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Der Druck auf die Weltgemeinschaft wächst

Mit seinem Auftritt vor der Generalversammlung sendete Selenskyj ein klares Signal: Solange Putin nicht gestoppt werde, sei niemand sicher. Der Appell an die internationale Gemeinschaft war unmissverständlich – und angesichts stockender Friedensverhandlungen, zuletzt abgelehnter Gesprächsangebote aus Kiew und einer ukrainischen Flugabwehr am Limit so dringlich wie selten zuvor.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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