NATO-Manöver

"Red Storm Charlie": Hamburg probt den militärischen Ernstfall

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von Michael Reimers

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Videoclip • 31 Sek • Ab 12


Drei Nächte lang rollen Militärkonvois durch Hamburg, Hubschrauber kreisen über der Stadt: Bei der Übung "Red Storm Charlie" probt die Bundeswehr den NATO-Bündnisfall.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vom 24. bis 26. September probt die Bundeswehr in Hamburg den NATO-Bündnisfall.

  • Geübt wird die Verlegung von Truppen und Material Richtung Osten – dazu Szenarien wie ein Drohnenangriff auf einen Konvoi, ein Chemieunfall und ein Sabotageakt auf einen Militärtransport.

  • Für Samstag (26. September) ruft das Bündnis "Kein NATO-Hafen" zu einer Demonstration auf.

Vom 24. bis 26. September 2026 wird es in Hamburg voraussichtlich lauter als gewöhnlich. Grund ist eine Bundeswehrübung mit dem Namen "Red Storm Charlie". Gemeinsam mit Organisationen wie der Feuerwehr Hamburg, dem Technischen Hilfswerk, Hamburger Behörden, aber auch zivilen Unternehmen probt die Bundeswehr den NATO-Bündnisfall – beispielsweise einen Angriff Russlands auf einen Migliedsstaat.

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Was in Hamburg geübt wird

Im Zentrum steht die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des Bündnisgebiets. "Wie auch im vergangenen Jahr bei Red Storm Bravo trainieren wir bei Red Storm Charlie die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des Bündnisgebietes", erklärt Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg. Konkret bedeutet das: Verbündete Streitkräfte treffen in Hamburg ein, werden dort aufgenommen und anschließend über Straßen und Autobahnen Richtung Osten weiterverlegt. Ein Teil der Transporte führt durch das Hamburger Stadtgebiet.

Die meisten Bewegungen finden nachts statt. So sollen die Auswirkungen auf Verkehr und Wirtschaft möglichst gering bleiben. Zum Einsatz kommen auch Hubschrauber, die die Transporte aus der Luft begleiten und überwachen. Insgesamt nehmen rund 500 Soldat:innen teil, dazu zahlreiche Fahrzeuge und Hubschrauber sowie Personal und Ausrüstung der beteiligten zivilen Organisationen.

Das Bündnis "Kein NATO-Hafen" ruft zu Protesten auf. Am Samstag führt eine Demonstration unter dem Motto "Nein zum Kriegsmanöver Red Storm Charlie! Ja zu sozialem Fortschritt!" vom Jungfernstieg zu den Landungsbrücken. Die Organisator:innen fordern ein Ende der Kriegsübungen. Sie kritisieren, dass in die Verteidigung investiert werde, während bei den Sozialausgaben gekürzt werde. In ihrem Aufruf heißt es: "Das Manöver Red Storm Charlie ist Teil der Bemühungen, uns, die Bevölkerung, zum wiederholten Male mit der Lüge einer bevorstehenden 'Invasion' aus dem Osten auf einen Krieg gegen Russland einzustimmen."


Verwendete Quellen:

Bundeswehr

Nachrichtenagentur dpa

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