Über eine Milliarde Views
YouTube sperrt Kanäle wegen Fake-Trailern mit KI
Veröffentlicht:
von Max StrumbergerYouTube hat zwei Kanäle mit über 2 Millionen Abonnenten und einer Milliarde Aufrufen entfernt.
Bild: Joko
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YouTube hat hart durchgegriffen: Zwei Kanäle, die generative KI für täuschende Filmtrailer nutzten, wurden gelöscht. Die gefälschten Trailer von Screen Culture und KH Studio hatten teilweise mehr Viewer als die offiziellen Previews der Hollywoodstudios.
Das Wichtigste in Kürze
YouTube zieht Konsequenzen: Zwei Kanäle, die mit KI gefälschte Filmtrailer erstellten, sind Geschichte.
Screen Culture und KH Studio, einst mit Millionen von Abonnenten erfolgreich, wurden endgültig gesperrt.
Die Kanäle hatten wiederholt gegen Richtlinien verstoßen.
YouTube hat zwei bekannte Kanäle, die künstliche Intelligenz zur Erstellung von gefälschten Filmtrailern nutzten, dauerhaft entfernt. Die Plattform, die zu Google gehört, hat die Kanäle Screen Culture und KH Studio deaktiviert, die zusammen mehr als 2 Millionen Abonnenten und über eine Milliarde Aufrufe verzeichneten, berichtet das Online-Portal "Deadline".
Statt der Inhalte erscheint nun die Nachricht: "Diese Seite ist nicht verfügbar. Entschuldigung dafür. Versuche, nach etwas anderem zu suchen." Die Kanäle werden von Indien und Georgien aus betrieben. Bereits Anfang des Jahres hatte YouTube Werbeanzeigen auf den Kanälen ausgesetzt, nachdem eine Untersuchung von Deadline die Problematik gefälschter Trailer durch generative KI aufdeckte.
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Mehrfach gegen Richtlinien verstoßen
Die Kanäle kehrten später zur Monetarisierung zurück, indem sie ihre Videos mit Begriffen wie "Fan-Trailer", "Parodie" oder "Konzept-Trailer" kennzeichneten. Doch diese Hinweise verschwanden in den letzten Monaten wieder.
Die Untersuchung von "Deadline" zeigte, dass Screen Culture offizielles Filmmaterial mit KI-generierten Bildern kombinierte, um Trailer für bekannte Franchises zu erstellen, die viele Zuschauer täuschten. Nikhil P. Chaudhari, Gründer von Screen Culture, erklärte gegenüber "Deadline", dass sein Team aus zwölf Editoren YouTubes Algorithmus ausnutzte, indem es frühzeitig Fake-Trailer veröffentlichte und diese kontinuierlich optimierte.
Ein Beispiel hierfür ist der Trailer zu The Fantastic Four: First Steps, von dem bis März 23 Versionen erstellt wurden – einige davon rangierten höher als der offizielle Trailer in den Suchergebnissen. Weitere Beispiele umfassen Trailer zu HBOs neuer Harry Potter-Serie und Netflix’ Wednesday.
Interessanterweise deckte die Untersuchung auch auf, dass einige Hollywood-Studios wie Warner Bros Discovery und Sony nicht gegen die Urheberrechtsverletzungen vorgingen. Stattdessen baten sie YouTube heimlich darum, sicherzustellen, dass die Werbeeinnahmen aus den KI-lastigen Videos an sie flossen. Ob YouTube der bitte nachgekommen ist, ist nicht klar.
Verwendete Quellen:
Deadline
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