Wegen Cambridge-Analytica-Skandal
25 Milliarden Dollar! Facebook-Konzern Meta muss Mega-Strafe zahlen
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Strengere Social-Media-Regeln gefordert
Videoclip • 31 Sek • Ab 12
Die Affäre um missbrauchte Daten kommt Meta teuer zu stehen. Der Facebook-Konzern muss satte 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Doch das Unternehmen wehrt sich weiter.
Das Wichtigste in Kürze
Ein US-Gericht hat Meta wegen der Folgen des Cambridge-Analytica-Skandals hart bestraft.
Der Facebook-Konzern soll 25 Milliarden Dollar zahlen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Unternehmen nachweislich Nutzer:innen getäuscht hat.
Acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal muss der Meta-Konzern eine der höchsten Strafen der US-Techgeschichte bezahlen. Ein Richter in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico verurteilte die Facebook-Mutter zu einer Zahlung von 25 Milliarden Dollar – umgerechnet gut 22 Milliarden Euro. Der Konzern kündigte an, das Urteil anzufechten.
Ausgangspunkt des Verfahrens war die Weitergabe persönlicher Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzer:innen an die britische Analysefirma Cambridge Analytica. Die Informationen stammten unter anderem aus einer scheinbar harmlosen Umfrage und wurden zur Erstellung politischer Nutzerprofile verwendet. Die Daten sollen im Umfeld der US-Präsidentschaftswahl 2016 und des Brexit-Referendums eingesetzt worden sein.
Deshalb ist die Strafe gegen Meta so hoch
Eine Geschworenenjury hatte Meta bereits Ende September schuldig gesprochen. Nach ihrer Einschätzung täuschte der Konzern Nutzer:innen darüber, wer auf ihre Daten zugreifen konnte und wie Informationen mit Drittanbieter-Apps geteilt wurden. Zudem soll Meta irreführende Angaben zum Umgang mit Hassrede, Falschinformationen und internen Plattformregeln gemacht haben.
Die ungewöhnlich hohe Summe ergibt sich aus Millionen einzelner Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze. Pro Verstoß waren bis zu 5.000 Dollar vorgesehen. Der Richter verwies auf die "außergewöhnlich hohe Zahl vorsätzlicher Verstöße" und ordnete laut Medienberichten zusätzlich einen jährlichen Zinssatz von 15 Prozent an, solange die Strafe nicht vollständig beglichen ist.
Mehr zu dem Thema:
Meta geht in Berufung
Meta weist die Vorwürfe zurück und kritisiert sowohl das Urteil als auch das Vorgehen des Generalstaatsanwalts von New Mexico. Der Konzern sieht seine weitere Geschäftstätigkeit in dem Bundesstaat gefährdet und setzt auf die Berufung. Für Meta ist es nicht die erste Milliardenbelastung im Fall Cambridge Analytica: Bereits 2019 zahlte Facebook der US-Verbraucherschutzbehörde FTC fünf Milliarden Dollar.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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