Bis zum Jahr 2030
Lufthansa will 4.000 Stellen streichen - dieser Bereich ist betroffen
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von dpa:newstime
Jobabbau bei Flug-Riese
Videoclip • 01:12 Min • Ab 12
Der Lufthansa-Konzern will schärfer sparen. In den kommenden Jahren sollen 4.000 Jobs in der Verwaltung wegfallen. Dafür sollen die Airlines enger zusammengefasst werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Lufthansa-Konzern plant bis 2030 den Abbau von 4.000 Verwaltungsstellen durch Digitalisierung und Zentralisierung.
Gleichzeitig werden ambitionierte Gewinnziele gesetzt und das Geschäft in Bereichen wie Logistik und Verteidigung ausgebaut.
Doch ein drohender Pilotenstreik könnte die Pläne vorerst belasten.
Der Lufthansa-Konzern will bis zum Jahr 2030 in der Verwaltung 4.000 Stellen einsparen. Die Prozesse sollen digitalisiert, automatisiert und gebündelt werden, teilt das Unternehmen zum Kapitalmarkttag in München mit. Es konkretisierte damit unbestätigte Berichte aus der Vorwoche.
Auch in den News:
Zudem werden die mittelfristigen Finanzziele hochgesetzt. Europas größtes Luftverkehrsunternehmen mit zuletzt rund 103.000 Beschäftigten will künftig einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes erreichen. Bislang galt die Zielmarke von 8 Prozent.
Für das laufende Jahr hat sich das Management optimistisch gezeigt. Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro wie geplant deutlich übertreffen.
Zentrale Steuerung
Für lukrativere Geschäfte sollen die verschiedenen Fluggesellschaften des Konzerns enger zusammengefasst und zentral gesteuert werden. Neben der kriselnden Kernmarke Lufthansa betreibt das Unternehmen die Airlines Swiss, Austrian, Brussels Airlines und ist Minderheiteneigner der italienischen Ita. Die Direktfluggesellschaft Eurowings werde ebenso gestärkt wie die Logistik und das Wartungsgeschäft, das sich im Wachstumsfeld Verteidigung etablieren soll.
Ziel aller Maßnahmen sei es, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und nachhaltig attraktive Renditen für die Aktionäre zu erzielen. Die Aktionär:innen könnten weiterhin mit einer Dividende in Höhe von 20 bis 40 Prozent des Konzerngewinns rechnen.
Kommt der nächste Pilotenstreik?
Zunächst muss sich das Management aber auch noch mit einem drohenden Streik der Pilot:innen beschäftigen. An diesem Dienstag (30. September) endet die Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Sie hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa Kerngesellschaft und der Frachttochter Lufthansa Cargo aufgerufen, über einen Arbeitskampf zu entscheiden. Streitpunkt sind die Betriebsrenten. Lufthansa hatte die Forderungen als unbezahlbar abgelehnt.
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