Bekannt für Ingwer-Shots

Insolvenzantrag: Bekannter Getränkehersteller ist pleite

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Insolvenz: Was bedeutet das für Unternehmen?

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


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Der preisgekrönte Getränkehersteller Curameo mit seiner Marke Kloster Kitchen ist insolvent und hat beim Amtsgericht Nürnberg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Steigende Kosten, harter Wettbewerb und der Rückzug von Investor:innen verschärfen die Lage in der ohnehin angespannten Lebensmittel- und Getränkebranche.

Das Wichtigste in Kürze

  • Curameo, bekannt für die Ingwer-Shots der Marke Kloster Kitchen, hat beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet.

  • Trotz der Krise läuft die Produktion zunächst weiter, während verschiedene Sanierungsoptionen geprüft werden.

  • Der Fall steht für den wachsenden Druck in der Lebensmittel- und Getränkebranche durch steigende Kosten, harten Wettbewerb und verändertes Konsumverhalten.

Curameo galt lange als Vorzeige-Start-up im Bio-Segment. Das 2018 gegründete Unternehmen wuchs mit seinen Ingwer-Shots der Marke Kloster Kitchen schnell und wurde mehrfach ausgezeichnet. Nun steckt die Firma in einer existenziellen Krise: Beim Amtsgericht Nürnberg wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Laut Medienberichten konnten sich die Gesellschafter:innen nicht darauf verständigen, weitere Mittel bereitzustellen.

Nach Angaben des Unternehmens soll der Betrieb zunächst weiterlaufen. Die Produktion der Ingwer-Shots geht weiter, damit der Handel und die Kund:innen weiterhin beliefert werden können. Parallel dazu werden verschiedene Möglichkeiten zur Sanierung geprüft. Gründer Marco Fürst betonte, Curameo habe in den vergangenen Jahren gezeigt, "dass es mit Kloster Kitchen auch in einem stark umkämpften Markt für innovative Bio-Produkte dynamisch wachsen kann". Die Aussage wurde in mehreren Medienberichten so zitiert.

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Start-up trifft auf steigende Kosten

Die Getränkebranche ist von der Entwicklung besonders betroffen. So meldete zuletzt auch das Unternehmen Rhenser Mineralbrunnen Insolvenz an. Branchenkenner:innen verweisen auf den intensiven Wettbewerb im Handel, steigende Rohstoff- und Logistikkosten sowie den Druck durch Handelsmarken.

Vor allem im Biermarkt spitzt sich die Lage zu: Der Getränkehändler Bierothek in Bayern musste ebenfalls Insolvenz anmelden. Ein Grund ist der veränderte Konsum: In der Generation Z sinkt die Lust auf Alkohol, gleichzeitig steigen die Kosten für Löhne und Personal. Für Händler:innen und Hersteller:innen von alkoholischen Getränken verschlechtert das die Perspektiven.

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Fortführung unter Insolvenzschutz offen

Wie es mit Curameo und der Marke Kloster Kitchen weitergeht, ist noch unklar. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden nun Sanierungsoptionen geprüft. Dazu könnten der Einstieg neuer Investor:innen, der Verkauf von Markenrechten oder eine Restrukturierung des Unternehmens gehören.

Für die Beschäftigten und Handelspartner:innen bleibt vorerst entscheidend, ob die Fortführung des Geschäfts dauerhaft gelingt. Die Insolvenz von Curameo reiht sich in eine Serie von Fällen ein, die zeigen, wie stark die aktuelle Gemengelage aus Kostenexplosion, Konsumflaute und Investitionszurückhaltung die Lebensmittel- und Getränkebranche trifft.


Verwendete Quellen:

meininger.de: "Kloster Kitchen: Gesellschafter uneinig über die Finanzierung r

retail-news.de: "Ingwer-Shots: Kloster Kitchen-Hersteller curameo AG meldet Insolvenz an"

t-online: "Bekannter Getränkehersteller vor dem Aus"

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