Nicht mehr nur der Osten

In diesen Bundesländern sind Haushalte durch Energiekosten am stärksten belastet

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Die Kosten für Heizen, Tanken und Strom verschlingen im Osten Deutschlands generell einen größeren Teil des Einkommens als im Westen. Ein westdeutsches Bundesland ist jedoch am härtesten betroffen.

Die Energiekosten belasten Haushalte in Ostdeutschland nach einer neuen Auswertung des Vergleichsportals Verivox weiterhin stärker als Verbraucher:innen im Westen. Die kaufkraftbereinigten Ausgaben für Wärme, Strom und Kraftstoffe liegen demnach im Osten im Schnitt um 16 Prozent über dem westdeutschen Niveau.

Unter Berücksichtigung der Kaufkraft werden in westdeutschen Bundesländern in einem Musterhaushalt 2.545 Euro für Wärme, Strom und Treibstoff laut Verivox fällig, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter. In Ostdeutschland seien es hingegen 2.973 Euro: 350 Euro über dem Bundesdurchschnitt und 428 Euro über dem Niveau der westdeutschen Bundesländer. Für die Berechnungen hat das Vergleichsportal die Energiekosten für die Monate Januar bis Juli betrachtet.

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Dieses westdeutsche Bundesland treffen die Energiekosten am härtesten

An der Spitze steht allerdings mit Bremen ein westdeutsches Bundesland. Dort liegen der Analyse zufolge die kaufkraftbereinigten Energiekosten um 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Thüringen (20 Prozent), Sachsen (17), Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (je 16). Günstiger kommen die Haushalte in Bayern weg, wo die Energiekosten um zwölf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegen.

Die größten Unterschiede liegen laut Analyse bei den Heiz- und Tankkosten. Neben regionalen Preisunterschieden bei Strom, Gas und Kraftstoffen falle vor allem die unterschiedliche Kaufkraft ins Gewicht, sagte Thorsten Storck, Energieexperte des Vergleichsportals. "In Regionen mit geringerer Kaufkraft beanspruchen vergleichbare Energiekosten einen größeren Anteil des verfügbaren Einkommens." Bei der Analyse handelt es sich um kaufkraftbereinigte, auf ein Jahr hochgerechnete Vergleichswerte und nicht um die tatsächlichen Rechnungsbeträge eines durchschnittlichen Haushalts.


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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