Einige Filialen schon dicht

House of Sweets: Süßwarenkette musste Insolvenz anmelden – Geschäftsführung schweigt

Aktualisiert:

von Joachim Vonderthann

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Insolvenz: Was bedeutet das für Unternehmen?

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


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Die Süßwarenkette House of Sweets hat Insolvenz angemeldet. Mehrere Filialen in Deutschland sind bereits geschlossen, während die Geschäftsführung weiter schweigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • House of Sweets hat am 2. April 2026 Insolvenz angemeldet, zahlreiche Filialen in Deutschland sind bereits geschlossen.

  • Die Süßwarenkette war vor allem durch Social Media groß geworden.

  • Die Geschäftsführung schweigt zur Zukunft des Unternehmens.

House of Sweets galt als Erfolgsstory aus Niedersachsen. 2018 starteten drei junge Gründer in Braunschweig mit der Idee, Menschen eine große Auswahl an süßen Naschereien aus aller Welt anzubieten. Das Konzept: seltene und internationale Süßigkeiten, die man hierzulande sonst kaum bekommt – direkt im Laden oder bequem per Online-Bestellung.

Der Durchbruch kam 2020 – ausgerechnet in der Corona-Pandemie. Kooperationen mit prominenten deutschen Persönlichkeiten wie Rapper Sido und Sängerin Senna Gammour brachten der Marke viel Aufmerksamkeit, wie chip.de und "Merkur" berichten. Über soziale Medien baute die Kette schnell Reichweite auf und expandierte in zahlreiche Städte in ganz Deutschland.

House of Sweets: Von der Erfolgsgeschichte zur Insolvenz

Doch nun folgt die Kehrseite der Erfolgsgeschichte: Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, wurde am 2. April 2026 das Insolvenzverfahren über die GmbH hinter House of Sweets eröffnet. Seitdem sind in vielen Städten Filialen geschlossen worden. Betroffen sind unter anderem Standorte in Braunschweig, Dortmund und Kassel.

Auch der Store in Hannover, der erst im Sommer 2024 als bislang größter Laden der Kette eröffnet wurde, hat inzwischen die Türen geschlossen. Andere Filialen dagegen halten den Betrieb noch aufrecht. Dazu zählen zum Beispiel Geschäfte in Berlin und Leipzig, die weiterhin Kund:innen empfangen.

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Auch Online-Shop nicht mehr zu erreichen

Neben den stationären Läden ist auch der Online-Shop betroffen. Auf der Website von House of Sweets können derzeit keine Bestellungen aufgegeben werden. Das Unternehmen erklärt den Stillstand dort mit einem angeblichen "Umzug in eine größere Lagerhalle".

Die Erfolgsidee des Unternehmens beruhte darauf, besondere Süßigkeiten anzubieten, die viele Kund:innen aus dem Urlaub, aus dem Internet oder aus Serien kannten. Mitgründer Tahir Gülsahin sagte bereits 2022 in der "Braunschweiger Zeitung": "Einige kommen auf der Suche nach ganz speziellen Süßigkeiten, die sie im Ausland kennengelernt oder in Fernsehserien gesehen haben. Andere sind auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen, wollen sich überraschen lassen." Genau dieses Versprechen machte House of Sweets für viele Fans so attraktiv.

Weitere Meldungen zu Insolvenzen:

Geschäftsführung schweigt zur Lage

Auffällig ist: Während die wirtschaftliche Lage offenbar schwierig ist, kommuniziert die Geschäftsführung kaum. In den sozialen Netzwerken ist es seit rund einem Jahr deutlich ruhiger geworden. Eine offizielle Erklärung zur Insolvenz gibt es bisher nicht.


Verwendete Quellen:

Merkur: "Beliebte Süßigkeitenkette meldet Insolvenz an – erst 2018 gegründet"

Chip.de: "Mehrere Filialen wurden bereits geschlossen: Deutscher Süßwaren-Gigant ist insolvent"

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