Volkswirtschaft

Erheblicher Rückgang: Hamburg nur noch mit 47 Millionen Euro Überschuss

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Sozialausgaben auf Rekordhoch

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Hamburgs Kernverwaltung machte 2025 nur noch 47 statt zuvor über eine Milliarde Euro Überschuss. Der Gesamtkonzern rutschte sogar ins Minus.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat am Dienstag (1. September) den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgestellt: Bei der Kernverwaltung blieb 2025 nur noch ein Überschuss von 47 Millionen Euro übrig. Zum Vergleich: 2024 waren es noch gut eine Milliarde Euro. Der Konzern Freie und Hansestadt Hamburg machte 2025 sogar ein Minus von 142 Millionen Euro. Im Jahr davor hatte er noch einen Gewinn von 729 Millionen Euro gemacht. Der Konzern Hamburg schließt die Kernverwaltung mit ein und zählt zusätzlich Landesbetriebe, Sondervermögen, Anstalten und Körperschaften öffentlichen Rechts sowie privatrechtlich verfasste Organisationen dazu.

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Hamburgs Sozialausgaben steigen

Zwei Ausgabenposten sind in Hamburg besonders stark gestiegen. Die Stadt gab 458 Millionen Euro mehr für ihre Mitarbeitenden aus als im Jahr davor. Zweitens die sogenannten Transferleistungen, zu denen beispielsweise Sozialleistungen gehören. Hier stiegen die Ausgaben um 475 Millionen Euro. "Das ist ein ganz großer Sorgenpunkt der Stadtstaaten und somit auch Hamburgs", sagte Finanzsenator Dressel. "Es ist für viele Städte fünf vor Zwölf. Oder später." Er forderte vor allem die Bundesregierung auf, zu handeln: "Die Sozialstaatsreform muss aufs Gleis gesetzt werden."

Kritik kam von der CDU: Erstmals seit Jahren weise der Konzern Hamburg ein negatives Jahresergebnis aus. Gleichzeitig sei die Schuldenlast des Konzerns spürbar gestiegen, von 43,9 auf 46,7 Milliarden Euro. "Diese Entwicklung ist besorgniserregend, gerade angesichts der deutlich gestiegenen Zinsen", sagte der CDU-Haushaltsexperte Thilo Kleibauer.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Geschäftsbericht der Freien und Hansestadt Hamburg 2025

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