Sachsen

Haifischhaut für den Airbus: Erprobung beginnt in Dresden

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Airline erlaubt große Hunde in Flugzeug

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


Eine Folie mit winzigen Rillen soll das Fliegen sparsamer machen. In Dresden wird sie jetzt zum ersten Mal auf einen Airbus geklebt.

In Dresden bekommt zum ersten Mal ein Airbus eine besondere Folie verpasst: die sogenannte Haifischhaut. Sie soll dafür sorgen, dass das Flugzeug weniger Sprit verbraucht. Aufgebracht wird sie bei den Elbe Flugzeugwerken auf einen Langstreckenjet vom Typ A330-300 der Lufthansa-Tochter Discover Airlines, wie Lufthansa mitteilte.

Auch in den News:

Großes CO₂-Einsparpotenzial made in Dresden

Die Idee dahinter stammt aus der Natur. Haie haben feine Rillen auf der Haut, die den Wasserwiderstand senken. Genau das ahmt die Folie nach: Sie trägt Rillen von etwa 50 Mikrometern Höhe. Geklebt wird sie auf den Rumpf und die Triebwerksverkleidung. Dadurch gleitet das Flugzeug leichter durch die Luft. Laut Lufthansa sinken so Spritverbrauch und CO₂-Ausstoß um rund ein Prozent pro Flug.

Noch darf die Folie allerdings nicht dauerhaft auf dem A330 bleiben. Der Umbau gehört zu einem Zulassungsverfahren bei der europäischen Luftfahrtbehörde EASA. Dafür muss die Maschine über mehrere Wochen Testflüge absolvieren. Bisher ist die Technik nur für drei Boeing-Modelle zugelassen. Wann die Zulassung für den Airbus kommen soll, teilte das Unternehmen nicht mit.

Im Einsatz ist die Folie schon länger. Nach Angaben der Lufthansa Group sind derzeit 22 Flugzeuge damit ausgerüstet. Sie sparen zusammen jeden Tag rund 19 Tonnen Kerosin und etwa 60 Tonnen CO₂. Auch andere Fluggesellschaften nutzen die Technik inzwischen.


Verwendete Quellen:

Lufthansa

Mehr entdecken