Sechs Standorte betroffen
Chemiekonzern Evonik kündigt massiven Stellenabbau in Deutschland an - Aktie reagiert
Aktualisiert:
von Anne FunkChemiekonzern kündigt Stellenabbau an
Bild: Federico Gambarini/dpa
Der Chemiekonzern setzt auf Wachstum in Asien und Amerika. In Deutschland sollen an sechs Standorten neue Aufgaben verteilt werden. Es ist nicht die erste Sparrunde.
3.200 Stellen will der Chemiekonzern Evonik abbauen, 2.150 davon entfallen auf Deutschland. Das teilte das Unternehmen in Essen mit.
Geplant sei, das Produktportfolio nach Rollenprofilen zu ordnen. In dem Zuge würden den sechs großen Produktionsstandorten in Deutschland spezifische Aufgaben zugeteilt, teilte der MDax-Konzern nach einer Strategieklausur mit. Damit bekräftigt Evonik seine Umbaupläne, die das Unternehmen im Juni veröffentlicht hatte.
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"Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter teilen eine Überzeugung: Wir befinden uns in einer strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie", so Übergangschef Claus Rettig laut Mitteilung. Evonik sehe besonders in Asien und Amerika gute Chancen für Wachstum, dort werden aktuell weitere Investitionsprojekte geprüft. Finanzielle Details zu Einspareffekten und Sonderkosten wurden zunächst nicht genannt. Die Aktie legte um fast fünf Prozent zu.
Schon Ende 2026 Tausende Stellen weg
Durch Spar- und Effizienzprogramme sollen schon bis Ende 2026 rund 2.800 Stellen wegfallen. Der nächste Sparplan soll bis 2029 sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. Frei werdende Stellen werden nicht nachbesetzt, Beschäftigte werden früher in den Ruhestand verabschiedet oder es werden freiwillige Abgänge über Abfindungen vereinbart.
Evonik hatte unter anderem angekündigt, das Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einzustellen. Per Ende 2025 beschäftigte Evonik mit 31.053 Mitarbeiter:innen fast 900 weniger als ein Jahr zuvor.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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