Milliardenverlust
Deutsche Bahn schreibt rote Zahlen – Politik fordert Kurswechsel
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von dpa:newstime
Deutsche Bahn stellt Bilanz vor
Videoclip • 23 Sek • Ab 12
Die Deutsche Bahn steckt tief in der Krise und schreibt hohe Verluste. Gleichzeitig bleiben die Infrastruktur marode und die Pünktlichkeit niedrig. Politiker erhöhen nun den Druck auf die Bundesregierung, stärker einzugreifen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Deutsche Bahn verzeichnet einen Milliardenverlust und kämpft weiter mit strukturellen Problemen.
Verkehrspolitiker:innen fordern mehr Unterstützung und Investitionen durch die Bundesregierung.
Eine schnelle Verbesserung bei Pünktlichkeit und Infrastruktur ist nicht in Sicht.
Angesichts des Milliardenverlusts bei der Deutschen Bahn und jahrelangen Sanierungsarbeiten auf der Schiene fordert der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Tarek Al-Wazir, die Bundesregierung zu mehr Unterstützung auf. "Bahnchefin (Evelyn) Palla hat den richtigen Kurs eingeschlagen, braucht dafür aber deutlich mehr Rückhalt aus der Bundesregierung", sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Ohne den Neu- und Ausbau von Gleisen und die klare Unterstützung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) werde sich an den strukturellen Problemen des bundeseigenen Konzerns nichts ändern, sagte Al-Wazir. "Es ist nicht zu erklären, dass das Sondervermögen nicht komplett zusätzlich für Investitionen genutzt wird. Das muss sich ändern."
Schnieder: Geht in "demokratiegefährdende Richtung"
Bahnchefin Palla hatte Freitag die Bilanz des Vorjahrs vorgestellt. Demnach machte der Konzern unter dem Strich einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro, etwa 0,5 Milliarden Euro mehr als 2024. Palla bereitete die Fahrgäste zudem darauf vor, dass die Sanierung des maroden Streckennetzes noch viele Jahre dauern werde. Im vergangenen Jahr waren lediglich rund 60 Prozent der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs.
Verkehrsminister Schnieder sieht im Zustand der Deutschen Bahn bereits eine mögliche Gefahr für die Demokratie. "Das geht schon in eine demokratiegefährdende Richtung", sagte er der Funke Mediengruppe. "Wir dürfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff. Wir müssen zeigen, dass wir handlungsfähig sind."
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