Streit um Grönland

Bitcoin-Kurs bricht ein: Trumps Zolldrohungen schicken Kryptomärkte auf Talfahrt

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von Michael Reimers

Der Grönland-Zoff zwischen der EU und den USA hat gravierende Folgen auf die Kryptomärkte. (Symbolbild)

Bild: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn


Der Bitcoin erlebt einen heftigen Kurssturz nach neuen geopolitischen Spannungen. Der kürzlich eskalierte Grönland-Streit sorgt für massive Verunsicherung – mit drastischen Folgen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bitcoin verliert binnen Stunden über 3.000 Dollar.

  • Auslöser sind der eskalierte Grönland-Streit und neue US-Zolldrohungen gegen Europa.

  • Anleger:innen ziehen Milliarden ab, der Markt bleibt nervös.

Der Bitcoin ist mit deutlichen Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Die älteste und bekannteste Kryptowährung geriet unter erheblichen Druck, nachdem der Grönland-Streit zwischen den USA und europäischen Staaten am Wochenende eskalierte.

In der Nacht zum Montag (19. Januar) fiel der Kurs laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise unter 92.000 US-Dollar, nachdem er am Vorabend noch mehr als 95.000 Dollar gekostet hatte.

Der Kurssturz beschränkt sich nicht nur auf Bitcoin. Auch andere wichtige Kryptowährungen wie Ether verzeichneten deutliche Verluste. Nach Daten der Handelsplattform CoinGecko haben Anleger:innen im Zuge der Kursverluste der vergangenen Nacht etwa 100 Milliarden Dollar aus dem Kryptomarkt abgezogen.

Politische Spannungen als Haupttreiber des Kursverfalls

Auslöser für den Kurssturz ist die Eskalation im Grönland-Konflikt. Die US-Regierung hat neue Zölle gegen europäische Staaten angedroht, was die Märkte stark verunsichert. Bei einem für Ende der Woche angesetzten Sondergipfel der europäischen Rats- und Regierungschefs dürfte es auch um Gegenmaßnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.

Die Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen warnt: Die Gefahr steigt, dass die US-Regierung "irgendwann eine Grenze überschreitet". In diesem Fall würden sich die Handelspartner nicht mehr erpressen lassen und mit Gegenmaßnahmen zurückschlagen.

Stabilisierung nach dem Absturz

Am Montagmorgen haben sich die Kurse allerdings stabilisiert. Der Bitcoin wurde zuletzt wieder etwas höher bei 92.900 Dollar gehandelt. Dennoch zeigt die aktuelle Entwicklung, wie anfällig der Kryptomarkt für geopolitische Spannungen ist.

Trotz des aktuellen Rückgangs bewegt sich der Bitcoin noch auf einem relativ hohen Niveau. Im Dezember und in den ersten Handelswochen hatte sich der Bitcoin in einer vergleichsweise engen Handelsspanne gehalten und pendelte um die Marke von 90.000 Dollar. Sein Rekordhoch erreichte der Bitcoin im Oktober bei etwa 126.000 Dollar, bevor er im November deutlich unter Druck geriet.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa