Klimawandel

Rund 200 Hitzetote in Brandenburg - RKI meldet starken Anstieg

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Mehr als 30.000 Hitze-Tote in Europa

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts starben in Brandenburg in diesem Sommer deutlich mehr Menschen durch Hitze als im vergangenen Jahr. Bundesweit geht die Behörde von rund 16.000 Hitzetoten aus.

Der Sommer 2026 hat in Brandenburg zahlreiche Todesopfer gefordert: Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind seit April rund 200 Menschen im Land in Zusammenhang mit Hitzeperioden gestorben. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Instituts hervor, der den Zeitraum vom 6. April bis zum 6. September 2026 abdeckt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Sprung: 2025 verzeichnete das RKI für Brandenburg 30 Hitzetote. Höher lag die Zahl in den vergangenen zehn Jahren nur zweimal: 2018 mit geschätzt 280 und 2019 mit geschätzt 240 Fällen.

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Hitzebedingte Sterbefälle in ganz Deutschland gestiegen

Auch bundesweit zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Das RKI geht derzeit von etwa 16.000 hitzebedingten Todesfällen in ganz Deutschland aus, deutlich mehr als im Zehnjahresvergleich. Nur 2018 und 2019 lagen die bundesweiten Werte seit 2016 noch höher, mit 9.200 beziehungsweise 7.300 Hitzetoten. Das Institut weist darauf hin, dass die wöchentlich neu berechneten Schätzungen im Nachhinein von früher veröffentlichten Zahlen abweichen können.

Hitzebedingte Sterbefälle würden auf Totenscheinen in der Regel nicht als eigentliche Todesursache erfasst, meist führe erst das Zusammenspiel aus Hitze und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod, wie das RKI mitteilt. Deshalb müsse das Ausmaß mit statistischen Methoden geschätzt werden. Am stärksten betroffen seien laut den Daten Menschen ab 75 Jahren.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Robert Koch-Institut

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