Umwelt

Ozonloch über Antarktis so klein wie seit 1990 selten

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Ozonloch ist erneut geschrumpft

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 deutlich kleiner als im langjährigen Durchschnitt. Die WMO sieht darin einen Erfolg des weltweiten FCKW-Verbots – warnt aber weiter vor UV-Strahlung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 laut WMO deutlich kleiner als im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010.

  • Die WMO führt die Entwicklung vor allem auf das internationale FCKW-Verbot durch das Montrealer Protokoll zurück.

  • In Teilen Europas ist die UV-Strahlung trotzdem seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent gestiegen, weshalb Sonnenschutz weiter wichtig bleibt.

Das Ozonloch über der Antarktis war im Jahr 2025 so klein wie selten seit Beginn der 1990er Jahre. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) lagen sowohl seine Fläche als auch seine Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Es war bereits das zweite Jahr in Folge mit einer vergleichsweise geringen Ausprägung.

WMO-Chefin Celeste Saulo wertete die Entwicklung als wichtigen Erfolg für den internationalen Umweltschutz. "Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz", sagte sie zum Welt-Ozon-Tag am 16. September. Seit dem Jahr 2000 erhole sich die Ozonschicht. "Wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird."


FCKW-Verbot zeigt Wirkung

Als entscheidenden Grund nennt die WMO das Montrealer Protokoll von 1987. Auf Grundlage dieses internationalen Abkommens wurden ozonschädigende Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Die Chemikalien wurden früher unter anderem in Kühlsystemen, Spraydosen und Löschschäumen eingesetzt.

FCKW galten als Hauptursache für das 1985 erstmals beschriebene Ozonloch über der Antarktis. Die Ozonschicht ist für das Leben auf der Erde besonders wichtig, weil sie einen großen Teil der schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlung filtert. Ohne diesen Schutz steigt unter anderem das Risiko für Hautkrebs und Augenschäden.

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Mehr UV-Strahlung in Europa

Trotz der positiven Entwicklung am Südpol warnt die WMO vor erhöhten UV-Risiken in Teilen Europas. Laut dem jährlichen Ozonbulletin ist die UV-Strahlung dort seit Mitte der 1990er Jahre teils um bis zu 20 Prozent gestiegen. Der Grund sei vor allem eine geringere Wolkenbedeckung und damit mehr Sonnenscheindauer.

Auch über der Arktis zeige der langfristige Trend laut WMO in Richtung Erholung. 2025 seien die Ozonwerte in einigen Regionen der Nordhalbkugel wegen besonderer Wetterlagen aber zeitweise gesunken, erklärte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, der Deutschen Presse-Agentur. Dabei handle es sich nicht um ein Ozonloch wie über der Antarktis, sondern um einen vorübergehenden Verdünnungseffekt.

Die WMO betont deshalb, dass UV-Schutz weiter wichtig bleibt. Sonnencreme, Kleidung, Sonnenbrillen und Schatten schützen nicht nur im Hochsommer, sondern auch an klaren Tagen im Frühling und Herbst.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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