Sturmtief Manja
Nordsee läuft über: Sturmflut trifft gleich mehrere Küstenregionen
Aktualisiert:
von Jacqueline Bittl:newstime
Sturmtief Manja sorgt für Schäden
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
Das Wasser steigt und das nicht zu knapp. Entlang der deutschen Nordseeküste haben Behörden am Montagmorgen erneut Sturmflutwarnungen herausgegeben. Besonders die nordfriesische Küste steht im Fokus. Unterdessen zeigen erste Bilder: Der Hamburger Fischmarkt versank bereits in den Fluten.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat am frühen Montagmorgen (26. Oktober) erneut Alarm geschlagen. Die Warnung betrifft laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) weite Teile der Nordseeküste, doch die Lage ist je nach Region unterschiedlich ernst:
Nordfriesische Küste: Hier werden die höchsten Pegelstände erwartet – das Wasser könnte beim Mittags- beziehungsweise Nachmittagshochwasser zwischen 1,5 und zwei Meter über dem mittleren Hochwasser aufsteigen.
Weser- und Elbegebiet: Rund 1,5 Meter über dem Normalwert werden die Wasserstände dort prognostiziert.
Ostfriesische Küste: Auch hier liegt die erwartete Abweichung bei bis zu 1,5 Metern über dem üblichen Hochwasser.
Bereits in der Nacht wurde an nahezu allen Pegeln entlang der Nordseeküste die Sturmflutschwelle von 1,5 Metern überschritten. Der Hamburger Fischmarkt stand bereits unter Wasser – Bilder vom Montagmorgen zeigen die überfluteten Flächen deutlich.
Der Altonaer Fischmarkt stand unter Wasser
Der Hamburger Fischmarkt wurde teilweise überflutet, dort mussten mehrere Autos abgeschleppt werden.
Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
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Sturm und Schauer: Das Wetter bleibt ungemütlich
Hinter der Sturmflut steckt anhaltend stürmisches Herbstwetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Hamburg und Schleswig-Holstein am Montag Höchsttemperaturen von etwa 13 Grad – bei wechselnder Bewölkung und wiederholten Schauern, die an den Küsten von starken Windböen begleitet werden.
In der Nacht zum Dienstag (27. Oktober) ziehen von der Nordsee und der Elbe her neue Wolken und Regen auf, die Temperaturen fallen auf 9 bis 12 Grad. In Niedersachsen und Bremen sind an der Küste und auf den Inseln stürmische Böen möglich, bevor der Wind im Tagesverlauf etwas nachlässt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern weht an der Küste ein frischer Südwestwind mit teils starken bis stürmischen Böen.
Ein kurzes Aufatmen gibt es am Dienstag: Der Tag soll in Schleswig-Holstein und Hamburg größtenteils freundlich und trocken werden, ehe zum Abend von der Nordsee her erneut Wolken und Regen aufziehen. In Niedersachsen werden am Dienstag im Binnenland sogar bis zu 18 Grad erreicht.
Bei einer Sturmflut können Strände, Grünflächen am Wasser und Hafenbereiche überflutet werden. Wer sich in gefährdeten Gebieten aufhält, sollte die aktuellen Warnungen des BSH im Blick behalten und tief gelegene Bereiche meiden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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