Australien

Hai-Alarm in Perth: Meterlange Raubtiere umkreisen Walkadaver an beliebtem City-Strand

Veröffentlicht:

von Marie-FInn Bruker

:newstime

DNA-Test: Buckelwal Timmy wohl tot (28. August)

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


Ein Walkadaver ist selbst in Deutschland kein fremdes Bild mehr – in Australien kann er allerdings zu einer echten Gefahr werden. Das zeigte ein Fall aus Perth, bei dem der tote Körper mehrere weiße Haie anlockte. Für die Menschen der Metropole gilt nun ausdrückliches Badeverbot.

Inmitten der westaustralischen Metropole Perth ist am Montag (28. September) ein Strandabschnitt rund um einen Walkadaver abgesperrt worden. Grund war allerdings nicht der massive, weißliche Körper selbst, sondern viel mehr die Haie, die dieser anlockte.

Dem Sender ABC zufolge sollen die Raubtiere nur rund zehn Meter vom Ufer des beliebten City Beach gekreist haben. Die zuständige Dienststelle warnte ausdrücklich davor, in dem betroffenen Abschnitt zu schwimmen oder dort mit Hunden spazieren zu gehen.

Auch in den News:

"Möglich, dass der Kadaver weiterhin Haie anlockt"

Bereits am frühen Montagmorgen hatten laut ABC Rettungsschwimmer:innen den Kadaver bemerkt. Innerhalb kurzer Zeit seien vom Strand sowie von Helikoptern aus zwei vier bis fünf Meter lange Weiße Haie gesichtet worden sein. "Es ist möglich, dass der Kadaver weiterhin Haie anlockt, so dass sie in diesem Küstenabschnitt bis dicht ans Ufer kommen", warnte das zuständige Ministerium Department of Primary Industries and Regional Development (DPIRD). Mit seiner dicken Speckschicht biete der Wal eine riesige Menge an Kalorien für die Raubfische.

Vorläufig bleibt der City Beach für Badegäste geschlossen.

Bild: Aaron Bunch/AAP/dpa


Im betroffenen Bereich des City Beach hatten sich rund 200 Schaulustige versammelt, um den angespülten Meeresgiganten zu sehen. Um welche Walart es sich dabei handelt, war zunächst nicht gewiss. Der Bürgermeister der zuständigen Kommunalverwaltung, Gary Mack, stellte allerdings eins klar: Bis der Kadaver beseitigt wird, dürfe niemand ins Wasser. Wie ein Transport des Tiers gelingen könnte, müsse allerdings noch geklärt werden.

Zehn Tage zuvor war es am nur etwa 15 Kilometer entfernten Sorrento Beach zu einem tödlichen Haiangriff gekommen. Mutmaßlich war ein Schwimmer dort Opfer eines Weißen Hais geworden. Nur wenige Tage zuvor verlor ein westaustralischer Surfer nach einer Haiattacke sein Bein.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken