Schmerzhafter Biss

Giftige Spinnen in Deutschland: Diese Arten solltest du kennen

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


In Deutschland leben zahlreiche Spinnenarten – einige davon können sogar schmerzhaft beißen. Welche Arten du kennen solltest und wie gefährlich sie wirklich sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland leben rund 1000 Spinnenarten.

  • Einige wenige Arten können Menschen schmerzhaft beißen.

  • Wärmeliebende Spinnen breiten sich zunehmend nach Norden aus.

Groß, schnell und für viele ziemlich unheimlich: In Deutschland leben zahlreiche Spinnenarten. Einige wärmeliebende Arten breiten sich inzwischen weiter nach Norden aus, berichtet unter anderem die "Bild". Gefährlich sind die Achtbeiner für Menschen aber nur in den seltensten Fällen.

Fast alle Spinnen produzieren Gift, um ihre Beute zu überwältigen. Für Menschen ist dieses Gift jedoch meist harmlos. Bisse sind außerdem selten, weil Spinnen Menschen normalerweise meiden.

Nosferatu-Spinne breitet sich aus

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt derzeit die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana). Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, inzwischen wird sie aber in vielen Teilen Deutschlands gefunden.

Die große Spinne jagt nachts und baut kein klassisches Fangnetz. Sie kann menschliche Haut durchdringen und beißen, wenn sie stark bedrängt wird. Der Biss kann schmerzhaft sein und Rötungen oder leichte Schwellungen verursachen. Für gesunde Menschen gilt die Art jedoch nicht als gefährlich.

Ammendornfinger: Biss kann schmerzhaft sein

Der Ammendornfinger (Cheiracanthium punctorium) gehört zu den wenigen heimischen Arten, deren Biss deutlich spürbar sein kann.

Diese Spinnenart lebt vor allem in hohen Gräsern, auf warmen Wiesen, Brachen und an Waldrändern. Besonders Weibchen verteidigen ihre Gespinste mitunter energisch. Ein Biss kann Schmerzen, Schwellungen und Juckreiz verursachen. Gelegentlich treten auch Übelkeit oder leichtes Fieber auf. Schwere Verläufe sind jedoch sehr selten.


Gartenkreuzspinne und Hauswinkelspinne sind harmlos

Die Gartenkreuzspinne gehört zu den bekanntesten Spinnen Deutschlands. Ihre großen Radnetze sind vor allem im Spätsommer überall zu sehen. Trotz ihres kräftigen Aussehens stellt sie für Menschen keine ernsthafte Gefahr dar.

Ähnlich verhält es sich mit der Hauswinkelspinne: Sie sorgt besonders im Herbst für Schrecken, wenn große Exemplare durch Keller, Badezimmer oder Wohnungen laufen. Aggressiv gegenüber Menschen ist sie aber nicht.

Auch die Wasserspinne lebt in Deutschland

Eine besonders außergewöhnliche heimische Art ist wohl die Wasserspinne (Argyroneta aquatica). Sie verbringt einen großen Teil ihres Lebens unter Wasser und baut dort eine mit Luft gefüllte "Taucherglocke".

Auch sie kann theoretisch schmerzhaft beißen – Begegnungen mit Menschen sind allerdings sehr selten.

Was ist mit der Schwarzen Witwe?

Die Europäische Schwarze Witwe gehört zu den bekanntesten Giftspinnen Europas. In Deutschland ist sie nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht als dauerhaft etablierte Freilandart bekannt.

Einzelne Tiere können beispielsweise mit Waren eingeschleppt werden. Das bedeutet aber nicht, dass die Art hier bereits heimisch geworden ist.

Was tun bei einer Spinne im Haus?

Wer eine große Spinne entdeckt, sollte sie nicht mit bloßen Händen anfassen. Am einfachsten lässt sie sich mit einem Glas und einem Stück Papier vorsichtig einfangen und nach draußen setzen.

Nach einem Biss sollte die Stelle beobachtet werden. Bei starken Schmerzen, Kreislaufproblemen, allergischen Reaktionen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden ist ärztlicher Rat sinnvoll.

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Verwendete Quellen:

Bild: "Diese Spinnen leben in Deutschland"

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