Deutsche Stiftung Organtransplantation zieht Bilanz
Widerspruchsregelung für Organspende? Bayernweit weniger Spenderorgane
Veröffentlicht:
von Magdalena Fürst17:30 SAT.1 Bayern
16 Jahre Kampf ums Leben: Tim aus Cham wartet auf Spenderherz
Videoclip • 02:07 Min • Ab 12
Eine Organspende kann Leben retten. Weltweit stehen jedoch zu wenig Spenderorgane zur Verfügung. Nun hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation Bilanz gezogen - auch zur Situation in Bayern.
Zahl der Organspender bayernweit zurückgegangen
Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Zahl der Organspender sowie der Spenderorgane in Bayern im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, gab es im Freistaat 143 Organspender (2024: 157) und 454 Spenderorgane (2024: 497).
Die in Bayern entnommenen Organe werden bundes- oder weltweit vergeben. In der Jahresstatistik sind der DSO zufolge Lebendspenden nicht eingerechnet.
Leichter Anstieg bundesweit
Bundesweit stieg die Zahl der Organspender den Angaben nach um 32 auf 985. Das sei der höchste Wert seit 2012. Die Zahl der in Deutschland entnommenen Spenderorgane stieg von 2.855 auf 3.020. Jedoch: Die Zahl der Spenderorgane reiche weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen, hieß es von der DSO.
Leicht gestiegen ist in Bayern die Zahl der transplantierten Organe, also jene Organe, die bundesweit oder im Ausland entnommen und im Freistaat transplantiert worden sind.
Die meisten Organspender gab es laut DSO in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Zahl betrug in diesen drei Ländern zusammengenommen gut 16 Organspender pro eine Million Einwohner. Der Bundesdurchschnitt liegt bei fast 12 Organspendern je einer Million Einwohner.
Axel Rahmel, medizinischer Vorstand bei der DSO, bezeichnete den bundesweiten Anstieg an Organspendern als "ermutigendes Signal" und fügte an: "Der Mangel an Spenderorganen besteht weiterhin."
DSO plädiert für Widerspruchsregelung
Problematisch sei, dass in vielen Fällen nicht klar ist, wie der potenzielle Spender zur Organspende steht, weil kein entsprechender Ausweis vorliegt. Deswegen spricht sich der DSO noch einmal für die Widerspruchsregelung aus.Dabei gilt jeder Bürger grundsätzlich als Organspender, solange er nicht aktiv widersprochen hat. Nach geltendem Recht muss man einer Spende zustimmen.
Das könnte Sie auch interessieren:
Krebsvorsorge in Bayern: Gesetzlich Versicherte gehen häufiger zur Früherkennung
Impfung gegen Gürtelrose: Bayern bundesweit auf vorletztem Platz
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
SAT.1 Bayern verpasst? Hier ansehen:
Alle Videos bei Joyn:
Mehr entdecken

Das Magazin des Evangelischen Fernsehens
Lebensformen: Das Magazin des Evangelischen Fernsehens

Zweite Chance für Lotto-Bayern-Los
Diridari

Mittelfranken
Feuer in Markt Erlbach: 84-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand

Schockanruf in Oberbayern
Zum vierten Mal: 79-Jähriger überführt Betrüger

Verkehrsunfall in Niederbayern
Unfall bei Überholmanöver nahe Thyrnau: Drei Menschen verletzt

Unfall in Niederbayern
Unfall bei Reparaturen in Thurmansbang: 92-Jähriger bleibt kopfüber in Mühlrad hängen

Angriff in der Oberpfalz
Tödliche Messerattacke in Regensburger Bank: Motiv des 20-jährigen Verdächtigen unklar

Großeinsatz in der Oberpfalz
Regensburg: Messerangriff in Bank – Bankangestellter getötet

Gewalttat in Oberbayern
Vermisster aus Starnberg tot aufgefunden: 37-Jähriger unter Mordverdacht in U-Haft


