Schutz im Netz
Social-Media-Verbot für Jugendliche? Kinderschutzbund Bayern dagegen
Aktualisiert:
von Alice MajewskiNahaufnahme eines Kindergesichts mit fokussiertem Blick auf ein Smartphone im roten Licht.
Bild: Jan Woitas/dpa
Mediensucht, Cybermobbing, sexualisierte Gewalt - im Internet lauern viele Gefahren für Kinder und Jugendliche. Wie können diese besser geschützt werden?
Kinderschutzbund hält Verbot für ungeeignet
Ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ist nach Ansicht des Kinderschutzbundes in Bayern keine geeignete Lösung. "Wenn wir Kinder pauschal ausschließen, verhindern wir, dass sie genau die Kompetenzen entwickeln, die sie in einer digitalen Welt brauchen", erklärte Kinderschutzbund-Expertin Daniela Riedel.
Altersgrenzen im Netz werden heute schon massenhaft umgangen, betonte sie. "Im schlimmsten Fall weichen Kinder auf weniger regulierte Plattformen aus, in denen Schutzmechanismen noch schwächer sind."
Digitale Kompetenz wichtig
Statt einer Debatte um ein Verbot müsste die Frage im Vordergrund stehen, wie Kinder und Jugendliche besser geschützt werden könnten, sagte Riedel. Dafür müssten die Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden. Eltern und Fachkräfte sollten die Kinder und Jugendlichen beim Umgang mit den sozialen Medien begleiten. Außerdem seien Medienbildung und sichere Umgebungen im Netz nötig, sodass junge Nutzer digitale Kompetenzen erwerben könnten.
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Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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