Freie Wähler
Politischer Aschermittwoch: Aiwanger wettert gegen zu viel Sozial- und "Nanny"-Staat
Veröffentlicht:
von Chiara DamnitzFreie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger redet eigentlich immer frei - Redemanuskripte nutzt er praktisch nie.
Bild: Armin Weigel/dpa
Heizen, arbeiten, bewegen – alles selbst entscheiden? Aiwanger stellt sich abermals gegen Bevormundung und fordert steuerfreie 2.000 Euro für alle Leistenden.
"Wir brauchen nicht immer mehr Bevormundung"
Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat bei der Aschermittwochsveranstaltung seiner Partei die Freien Wähler als Freiheitspartei schlechthin dargestellt. "Ich will selber entscheiden können, ob ich mit Holz, Gas oder Wärmepumpe heize. Ich will selber entscheiden können, wie ich mich in diesem Land bewege und aufhalte. Wir brauchen nicht immer mehr Bevormundung", sagte er in Deggendorf. "Wir stehen nicht für den Nanny-Staat, der uns im Detail sagt, was wir zu tun haben."
Ansonsten nutze Aiwanger die Bühne für eine Abrechnung vor allem mit der Politik in Berlin und Brüssel. Am Thema Bürgergeld arbeitete er sich erneut ab. "Wir stehen nicht dafür, dass hunderttausende Menschen in diesem Land morgens eben nicht aufstehen müssen, um in die Arbeit gehen zu können, obwohl sie Arbeitsplätze fänden", sagte er. "Ehrlich gesagt ist mir der Teilzeitbeschäftigte lieber als der, der gar nichts tut."
Aiwanger kritisiert überbordenden Sozialstaat
Aiwanger erneuerte zudem seine in die Jahre gekommene Forderung nach "2.000 Euro im Monat steuerfrei". "Wir müssen Leistung belohnen und müssen die, die den Müßiggang betreiben, obwohl sie arbeiten könnten, etwas den Hahn zudrehen, dann wird dieses Land wieder gesünder." Deutschland kranke an einem übertriebenen Sozialstaat mit zu viel Bürokratie.
"Wir müssen denjenigen, die arbeiten und Steuern zahlen, jeden Tag in der Früh als Politik danken, dass sie das tun, und müssen denjenigen, die arbeiten könnten und nicht arbeiten wollen, sehr nahe legen, auch zu arbeiten oder zur Kenntnis zu nehmen, dass sie eben kein Geld mehr bekommen."
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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