Wiesn 2026 in München
Neuheiten auf der Wiesn 2026: Fahrgeschäfte, Festzelte bis Sicherheit
Aktualisiert:
von Magdalena Fürst17:30 SAT.1 Bayern
Teufelsrad auf dem Oktoberfest 2026: Neue Figuren sorgen für Wirbel
Videoclip • 02:10 Min • Ab 12
Wiesn 2026 in München - am 19. September beginnt das 191. Oktoberfest auf der Theresienwiese. Auch in diesem Jahr gibt es viele Neuheiten. Hier erfahrt ihr alles über neue Zelte, Fahrgeschäfte und Aktionen.
Neue Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese
Fisherman´s - Laufgeschäft mit Wassereffekten
Das Schau- und Belustigungsgeschäft "Fisherman‘s" von Franz Xaver Kollmann steht zum ersten Mal auf dem Oktoberfest. Das Geschäft ist ein 2026 fertiggestellter Neubau und bietet auf drei Etagen Spaß, Action und Wasserabenteuer. Thematisch sind die Besucher*innen in einem Fischerdorf unterwegs, das nicht nur mit glatten Blechen, sondern auch mit zahlreichen Polyester-Anbauteilen für eindrucksvolle 3-D-Effekte gestaltet ist. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen 15 Meter langen Laufparcours vor dem eigentlichen Geschäft.
Shake & Roll – bekannter Fahrgeschäftstyp kehrt zurück
Erstmals auf dem Oktoberfest zugelassen ist 2026 das Rundfahrgeschäft "Shake & Roll" von Else Schäfer. Der zugrunde liegende Fahrgeschäftstyp war bereits von 1994 bis 2010 unter dem Namen "Insider" auf der Wiesn vertreten. Beim "Shake & Roll" handelt es sich jedoch um ein anderes, neueres Geschäft.
Anders als beim klassischen "Break Dance" sind die Gondeln nicht starr montiert, sondern können sich frei überschlagen. Durch die Fliehkräfte schaukeln sie und führen vollständige Überschläge aus. Anzahl und Intensität der Überschläge hängen unter anderem vom Gewicht der Fahrgäste und von der Fahrweise ab.
Chaos Pendel – Rückkehr nach acht Jahren
Das "Chaos Pendel" von Willi Ottens junior kehrt 2026 auf das Oktoberfest zurück. Seine Wiesn-Premiere hatte das Fahrgeschäft bereits 2018, damals unter einem anderen Betreiber. Es wirbelt seine Fahrgäste in bis zu 42 Meter Höhe und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde.
Ein rotierender Arm, der an einem schwenkbaren Propeller befestigt ist, bewegt die beiden Gondeln, die sich zusätzlich um die eigene Achse drehen. Durch diese mehrfach gekoppelten Bewegungen entstehen immer wieder unterschiedliche Fahrtabläufe.
Ausweitung der Musikzeiten: Blasmusik ab 11 Uhr für mehr Sicherheit
Mit Ausnahme des Eröffnungstags dürfen die großen Festzelte 2026 erstmals werktags bereits ab 11 Uhr und an den Wochenenden ab 10 Uhr Musik spielen. Bis 12 Uhr ist ausschließlich traditionelle Blasmusik erlaubt. Die verlängerten Musikzeiten sollen dazu beitragen, die Besucherströme besser über den Tag zu verteilen.
Musikwettbewerb "A Liad für d´Wiesn 2026"
Der Musikwettbewerb des Referats für Arbeit und Wirtschaft fand 2026 zum zweiten Mal statt. Neu beteiligt war in diesem Jahr der Festring München e. V. Aus 122 eingereichten Liedern erreichten sieben das öffentliche Online-Voting.
Gewonnen hat die Band Troglauer mit dem Titel "Bierzelt Legende". Rund 22.000 der insgesamt etwa 72.000 abgegebenen Stimmen entfielen auf den Siegersong, der am 1. August beim Brass Wiesn Festival live präsentiert wurde. Der siegreiche Act erhält eine umfassende Promotion für das Lied. Offizieller Botschafter des Wettbewerbs ist der Vorjahressieger Michael Fenzl.
Unter den Teilnehmenden des Publikumsvotings wurden außerdem 80 Wiesnplätze verlost, jeweils verbunden mit zwei Biergutscheinen und einem Hendlgutschein des Vereins Münchener Brauereien e. V.
Umzug des Fundbüros
Das Fundbüro auf der Wiesn ist umgezogen. Künftig können die Fundstücke, im Deutschen Museum Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe abgeholt werden. Der Eingang befindet sich rechts neben dem Haupteingang des Museums, fußläufig zum Festgelände. Geöffnet ist das Fundbüro täglich von 13 bis 20 Uhr. Fundstücke aus Zelten, Fahrgeschäften oder vom Gelände werden frühestens am Tag nach dem Auffinden abgeliefert. Es ist daher empfehlenswert, ein bis zwei Tage abzuwarten, bevor das Fundbüro aufgesucht wird.
Verbesserte Besucherlenkung
Die bisherigen Räume des Wiesn-Fundbüros im Servicezentrum stellt das Kreisverwaltungsreferat künftig für die neu geschaffene Koordinierungsstelle zur Verfügung. Dort sowie im Sicherheitsraum kommen moderne Systeme zur Beobachtung und Steuerung der Besucherströme zum Einsatz. Zugleich soll die Stelle den Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden und der Veranstaltungsorganisation verbessern.
Die Maßnahmen sollen dabei helfen, drohende Überfüllungen frühzeitig zu erkennen und Besucherströme gezielt umzulenken. Ergänzend hat die Stadt die Kampagne "How to Wiesn" entwickelt, die im Mai 2026 gestartet ist. Sie empfiehlt unter anderem einen Besuch unter der Woche und weist darauf hin, dass die Wiesn mehrere Eingänge sowie zahlreiche Angebote außerhalb der großen Festzelte hat.
Mehr Barrierefreiheit
"Hidden Disabilities Sunflower"-Initiative
Ziel der Sunflower-Initiative ist es, für Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen, wie Autismus, Angststörungen, chronischen Erkrankungen, Hörbeeinträchtigungen oder kognitiven Beeinträchtigungen, im Alltag mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Unterstützung zu schaffen. Das international etablierte Zeichen, eine gelbe Sonnenblume auf grünem Grund, signalisiert, dass Betroffene möglicherweise zusätzliche Hilfe benötigen.
Die Schlüsselbänder sind an der Tourist Information am Marienplatz sowie dieses Jahr zum ersten Mal an den offiziellen Infoständen der Stadt auf dem Festgelände und im Museumszelt auf der Oidn Wiesn erhältlich. Die Mitarbeitenden von München Tourismus wurden speziell geschult. Zusätzlich wurden das Sicherheitspersonal auf dem Gelände, der Sanitätsdienst und die Polizei informiert; ebenso alle Wirte*innen und Schausteller*innen und Beschicker*innen mit der Bitte, auch ihr Personal zu sensibilisieren.
Rollstühle online reservieren
Rollstühle können ab sofort auch online reserviert werden. Die Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen Hans-Fischer-Straße am Südteil der Theresienwiese (G 10) und in der Nähe des Haupteingangs (G1) stellen für mobilitätseingeschränkte Gäste jeweils zwei Rollstühle gegen einen Lichtbildausweis als Pfand kostenlos zur Verfügung. Die Rollstühle können online unter gepaeckannahme.de sowie telefonisch unter +49 176 43831566 gebucht werden. Auf der Webseite kann auch die Verfügbarkeit für den gewünschten Termin überprüft werden.
Barrierefreies Festgelände
Der Veranstalter, das Referat für Arbeit und Wirtschaft, setzt den sukzessiven barrierefreien Ausbau der Feststraßen konsequent fort: Nach Straße 1 (2024) sowie den Straßen 2 und 3 (2025) wurde heuer Straße 4 entsprechend umgestaltet und zeitgleich die Infrastruktur modernisiert.
Neues bei Wirten und Festzelten
Bartls Flößerstadl
Anstelle der "Münchner Stubn" steht 2026 erstmals "Bartls Flößerstadl" auf der Theresienwiese. Als Festwirte werden Klaus Bartl und Christian Erhardt genannt. Bartl ist langjähriger Betreiber des Campingplatzes Thalkirchen.
Das Zelt greift die Geschichte und Bedeutung der Flößerei für München und die Region auf. Auf der Speisekarte sollen regionale Qualitätsprodukte mit einem Schwerpunkt auf Bio- und Fairtrade-Zutaten stehen. Insgesamt bietet das Zelt Platz für 398 Gäste.
Bodos Cafézelt
Für das Oktoberfest 2026 ersetzt Festwirt Otto Lindinger das alte Aluminiumzelt von Bodo's Cafézelt & Cocktailbar durch ein komplett neues Festzelt mit Galerie in nachhaltiger Holzbauweise. Die Bar im Zelt wurde vergrößert und auf die Galerie verlegt. Der neue, überdachte Straßenverkauf lädt mit Sitzplätzen, Siebträger-Kaffeemaschine und Showback-Aktionen zum Einkehren ein. Mit 587 bleibt die Gastplatzzahl unverändert.
Neues Wirtepaar im Paulaner Festzelt
Christine und Lorenz Stiftl übernehmen nach der Schützenlisl auf der Oidn Wiesn mit dem Paulaner Festzelt als neues Wirtepaar eine der großen Brauereifesthallen auf dem Oktoberfest.
Oide Wiesn: Neue Wirte und Ausstellung
Neue Wirte für die Schützenlisl
Michael Bietsch, bis 2025 Betreiber und Wirt der Historischen Kegelbahn auf der Oidn Wiesn, bildet zusammen mit den Geschäftsführern der Münchner Suppenküche, Florian Fendt und Manfred Kneifel das neue Wirtetrio im Volkssängerzelt Schützenlisl. Der altmünchnerische Charakter des Volkssängerzeltes soll sich nicht groß ändern: So bleibt auch Traudi Siferlinger die musikalische Leiterin. Neue Impulse bei Gastlichkeit, Qualität und Programm sollen das Zelt behutsam weiterentwickeln. Eine Änderung gibt es beim Bier - künftig wird Hacker Pschorr aus dem Holzfass ausgeschenkt.
Neue Betreiberin der Historischen Kegelbahn
Nachdem der bisherige Betreiber der Historischen Kegelbahn 2026 Wirt des Schützenlisl-Festzelts wird, übernimmt Sabine Erhard die Kegelbahn und die integrierte Kugel-Bar.
"Jedes Bild ein Treffer! Fotografie auf dem Jahrmarkt"
Die Ausstellung im Museumszelt wird 2026 um ein neues Kapitel über die Oktoberfest-Postkarte als populäres Massenmedium um die Wende zum 20. Jahrhundert erweitert. Sie zeigt die Entwicklung der Jahrmarktfotografie vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und veranschaulicht, wie sich Fotografie als Attraktion und Souvenir technisch und gesellschaftlich weiterentwickelt hat.
Historische Gegenstände und fotografische Apparate vermitteln einen Eindruck von früheren Aufnahmepraktiken. Bei Schausteller Chris Doherty können Besucherinnen und Besucher außerdem Scherzfotografien im Retro-Look anfertigen lassen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum und der Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e. V.
Was ist sonst noch neu?
Trinkwasserbrunnen
Inzwischen gibt es zehn Brunnen mit kostenlosem Trinkwasser auf dem Gelände. Diese befinden sich unter anderem auf der Oidn Wiesn, an den Toilettenanlagen, am Eingang des Familienplatzls und am Eingang am Esperantoplatz. Zusätzlich gibt es auch einen Brunnen beim Weißbierkarussell der Familie Fahrenschon (Matthias-Pschorr-Straße 6). Neu eröffnet wurden 2025 auch die Trinkwasserbrunnen am St.-Pauls-Platz und bei der neuen Toilettenanlage am U-Bahnhof Theresienwiese.
Tipps für den Wiesn-Besuch:
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