Bundesweite IT-Störung
Nach Bahn-Störung: Bayerns Verkehrsminister fordert besseres Notfallkonzept
Veröffentlicht:
von Magdalena Fürst17:30 SAT.1 Bayern
Nach bundesweiter Bahn-Störung: Bayern fordert Notfallplan
Videoclip • 01:45 Min • Ab 12
Mehrere Stunden stand der Bahnverkehr still, dann rollten die ersten Züge wieder. Aus der Politik wird umgehend organisatorische Kritik laut, die auch bald mit der Bahnchefin besprochen werden soll.
Bernreiter fordert besseres Notfallkonzept bei Störungen
Die deutschlandweite Störung im Bahnfunk hat nach Ansicht von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) eine schlechte Vorbereitung der Deutschen Bahn auf derartige Krisen offengelegt. "Technische Defekte wird man zwar nie ganz vermeiden können. Aber bei einem Ausfall dieser Größenordnung erwarte ich im Sinne aller Fahrgäste und auch der Wirtschaft, dass die Deutsche Bahn ein tragfähiges Notfallkonzept in der Hinterhand hat. So kann es nicht weitergehen", sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern in München.
Funkstörung wird Thema bei Verkehrsministerkonferenz mit Palla
Weiter: "Der Ausfall des Zugfunknetzes zeigt wieder einmal, in welchem beklagenswerten Zustand das System der Deutschen Bahn ist. Die komplette Infrastruktur der Bahn braucht dringend ein großes Update", so Bernreiter. Bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz im Oktober werde DB-Chefin Evelyn Palla zu Gast sein. "Dort werden wir intensiv über diese Themen sprechen."
Deutschlandweite Störung legte zwei Stunden den Verkehr lahm
Eine deutschlandweite Störung im digitalen Bahnfunk hatte am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden den Bahnverkehr in Deutschland lahmgelegt. Sowohl im Fern- als auch im Regional- und S-Bahnverkehr kam es in der Folge zu Zugausfällen. Inzwischen normalisiert sich der Bahnverkehr vielerorts wieder. Es waren aber etliche Reisende betroffen. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.
Digitales Bahnfunksystem GSM-R war Auslöser für Panne
Ursache für den bundesweiten Ausfall im Schienenverkehr in der Nacht war aus Sicht der Deutschen Bahn der planmäßige Tausch einer technischen Komponente beim Zugfunksystem GSM-R. Wie es konkret dazu kam, war zunächst aber unklar. "Das GSM-R-Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG", heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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