Rückflug nach Bayern kostet 195.000 Euro
Flucht des Ansbacher Amokläufers: Ermittlung gegen mehrere Helfer
Veröffentlicht:
von Laura Gebertshammer17:30 SAT.1 Bayern
Nach Flucht aus Psychiatrie in Ansbach: Hatte der Amokläufer Hilfe?
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Der Mann war von einem Ausgang nicht in die Psychiatrie zurückgekehrt. Ermittler schnappten ihn später in Kolumbien. Wie gelang die Flucht?
Video: Redakteur Peter Johannsen
Ermittlung gegen mehrere Helfer
Ein früherer Amokläufer hat nach Überzeugung der Ermittler bei seiner Flucht von Mittelfranken nach Kolumbien möglicherweise Hilfe von mehreren Menschen gehabt. Die Staatsanwaltschaft Ansbach habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung gegen mehrere Personen eingeleitet, teilte Behördensprecher Jonas Heinzlmeier auf Nachfrage mit. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.
Der heute 34-Jährige war im August von einem genehmigten Ausgang aus der Forensischen Psychiatrie in Erlangen nicht zurückgekehrt. Die Ermittler gingen schnell davon aus, dass er bei der Flucht Hilfe gehabt habe, weil diese detailliert geplant und die Route gut durchdacht gewesen sei. Die Ermittler schnappten den Mann schließlich in Kolumbien. 195.000 Euro kostete nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Rückflug.
Als 18-Jähriger war der junge Mann 2009 mit einem Beil, Messern und Molotow-Cocktails an einer Schule Amok gelaufen. Neun Mitschüler und einen Lehrer verletzte er dabei. Wegen versuchten Mordes in 47 Fällen verurteilte ihn ein Gericht zu neun Jahren Jugendhaft und ordnete die unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie an.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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