"Keine Tabus"

"Wirtschaftswunder 2.0": Linnemann setzt auf harte Reformen

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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Merz schreibt Brandbrief an Koalition

Videoclip • 34 Sek • Ab 12


Linnemann fordert ein "Wirtschaftswunder 2.0" und einen radikalen Reformkurs. Arbeit, Rente, Steuern und Bürokratie müssten neu gedacht werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert für Deutschland ein "Wirtschaftswunder 2.0".

  • Er verlangt tiefgreifende Reformen bei Arbeit, Rente, Steuern und Bürokratie.

  • Die neue Regierung müsse ohne Tabus handeln, um die Wettbewerbsfähigkeit schnell zu stärken.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstützt nachdrücklich die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Ankurbelung der Wirtschaft für 2026 höchste Priorität einzuräumen. In Deutschland herrsche eine "Beschreibungsangst", doch nun gebe es mit Merz einen Kanzler, der die Dinge nicht schönrede, erklärte Linnemann in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv.

Drastische Diagnose der Wirtschaftslage

Linnemann betonte die Notwendigkeit eines "Wirtschaftswunders 2.0" für Deutschland. Obwohl die heutige Situation nicht mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar sei, brauche das Land einen großen Kraftakt, gegen den die Agenda 2010 des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder nur ein kleiner gewesen sei.

In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD zum Jahresauftakt hatte CDU-Chef und Bundeskanzler Merz die wirtschaftliche Lage in Deutschland als "in einigen Bereichen sehr kritisch" beschrieben. Laut Merz haben alle bisher getroffenen Entscheidungen die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands noch nicht hinreichend verbessern können.

Nach Linnemanns Einschätzung gehe es heute nicht nur um den Arbeitsmarkt, sondern auch um notwendige Reformen für die sozialen Sicherungssysteme und den Abbau von Bürokratie. Er verglich die aktuelle Situation mit der Zeit vor der Agenda 2010 und forderte eine "Agenda 2030", als er im September 2025 sagte: "So wie Gerhard Schröder die Agenda 2010 gemacht hat, müssen wir jetzt die Agenda 2030 machen. So einfach ist das."

Keine Tabus bei der Lebensarbeitszeit

Bei der Frage nach einer möglichen Verlängerung der Lebensarbeitszeit erklärte Linnemann: "Für mich gibt es keine Tabus." Er forderte offene Diskussionen in der Rentenkommission und stellte fest, dass es offenkundig viel mehr Potenzial gebe, mehr zu arbeiten. Allerdings müssten die Menschen auch sehen, dass es sich lohne.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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