Terrorbekämpfung
US-Militär tötet IS-Anführer in Syrien
Veröffentlicht:
von dpaEin ranghoher IS-Terrorist wurde durch das US-Militär getötet.
Bild: Bernat Armangue/AP/dpa
Im Zuge der Terrorbekämpfung in Syrien meldet das US-Militär die Tötung eines IS-Führers im Raum Aleppo.
Das US-Militär hat in Syrien nach eigenen Angaben einen ranghohen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat(IS) getötet. Neben Dhija Sauba Musli al-Hardani seien im Raum Aleppo auch seine zwei Söhne getötet worden, die ebenfalls dem IS angehörten, teilte das US-Zentralkommando mit. Sie hätten eine Bedrohung dargestellt für US-Truppen und Verbündete sowie für die neue syrische Regierung von Präsident Ahmed al-Scharaa.
In Syrien sind rund 2.000 US-Soldaten stationiert, die vor allem das Ziel haben, den IS zu bekämpfen. Immer wieder flog das US-Militär dort in vergangenen Jahren Luftangriffe oder tötet bei Einsätzen am Boden ranghohe IS-Mitglieder.
Der IS beherrschte einst große Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak. Obwohl er als militärisch besiegt gilt, sind in beiden Ländern schätzungsweise noch 2.500 IS-Kämpfer aktiv. Sie halten sich vor allem in karg besiedelten Gebieten auf und nutzen in Syrien auch die weiterhin unsichere und teils chaotische Lage seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad.
Absprache mit neuer Regierung in Damaskus?
Es gab widersprüchliche Berichte darüber, inwieweit das US-Militär den Einsatz mit der neuen Regierung in Damaskus koordinierte. Diese beherrscht die Stadt Al-Bab im Raum Aleppo, wo der Einsatz stattfand.
Der Irak unterstützte den Einsatz mit Geheimdienst-Informationen, wie die dortige Behörde für Terrorismusbekämpfung in Bagdad mitteilte. Bei dem Einsatz seien "einer der gefährlichsten Anführer der terroristischen IS-Banden und zwei seiner Begleiter" getötet worden.
Der IS verfolgt eine extremistische Ideologie und lehnt die neue Regierung in Damaskus ab – auch wegen dessen Annäherung an die Türkei und den Westen. Die Versprechen al-Scharaas, demokratische Strukturen aufzubauen, bedeutet nach Ansicht des IS eine Abkehr vom Prinzip islamischer Gesetzgebung (Scharia) und einen Abfall vom Glauben.
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