Nach Stichelei von Trump
Ukrainischer Präsident Selenskyj: Warum trägt er eigentlich nie einen Anzug?
Aktualisiert:
von Max StrumbergerDas bislang letzte Treffen von Trump und Selenskyj im Weißen Haus geriet zum Eklat. (Archivbild)
Bild: Mystyslav Chernov/AP/dpa
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist bekannt für seinen legeren Kleidungsstil. Doch warum sieht man ihn nie im Anzug? Die Gründe für seine Kleiderwahl sind ebenso pragmatisch wie symbolisch.
Das letzte Treffen von Wolodymyr Selenskyj bei Donald Trump im Weißen Hausim Februar war ein politischer Affront auf offener Weltbühne, wie selten zuvor gesehen. Minutenlang kanzelten der US-Präsident und sein Vize J.D. Vance den ukrainischen Staatschef ab, wie einen ungezogenen Schuljungen.
Aber bereits beim Empfang des Staatschefs feuerte Gastgeber Trump die ersten Giftpfeile ab. Bei der Begrüßung hatte er sich über Selenskyjs Pullover lustig gemacht, er habe sich "besonders herausgeputzt", stichelte der US-Präsident.
Deshalb trägt Selenskyj keine Anzüge
Auch von der US-Presse wurde der ukrainische Präsident damals zu seinem Kleidungsstil befragt. Dabei verwies er auf den andauernden Krieg in seinem Land: "Ich werde einen Anzug tragen, wenn dieser Krieg vorbei ist. Vielleicht einen wie Ihren, vielleicht einen besseren. Vielleicht einen günstigeren", antwortete Selenskyj auf die Frage eines Reporters, ob er überhaupt einen Anzug besäße. Nun steht das nächste Treffen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj bevor - dass der ukrainische Präsident diesmal im Anzug kommen wird, gilt als unwahrscheinlich.
Selenskyjs Entscheidung, keine Anzüge zu tragen, ist symbolisch für seine Rolle als Kriegspräsident nach dem russischen Überfall auf sein Land. Inmitten eines anhaltenden Konflikts, der die Ukraine verwüstet und die Bevölkerung belastet, wählt er bewusst Kleidung, die seine Solidarität mit den Menschen an der Front und im Alltag zeigt.
Auch in den News:
Outfit eine klare Botschaft an die Welt
Der Verzicht auf formelle Kleidung ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den Soldat:innen und Bürger:innen, die täglich um ihr Leben kämpfen. Es ist eine bewusste Entscheidung, die zeigt, dass er sich nicht von den Realitäten des Krieges distanziert, sondern mitten drin steht.
Diese Haltung spiegelt auch Selenskyjs politische Strategie wider, die darauf abzielt, internationale Unterstützung zu mobilisieren, indem er die Dringlichkeit und die Härte des Konflikts betont.
Indem er sich weigert, Anzüge zu tragen, sendet er eine klare Botschaft an die Welt: Die Ukraine befindet sich in einem Ausnahmezustand, und es gibt wichtigere Dinge als diplomatische Etikette. Diese Botschaft ist besonders wichtig, um die internationale Gemeinschaft daran zu erinnern, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur ein lokales Problem ist, sondern globale Aufmerksamkeit und Unterstützung erfordert.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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