Ukraine-Krieg
Ukrainische Drohne schlägt ein: Wildberries-Zentrum vor Moskau geht in Flammen auf
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Gigantischer Brand vor den Toren Moskaus
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Nach mehreren Drohnenangriffen brennt nun ein gewaltiges Wildberries-Lager nahe Moskau. Hunderttausende Händler könnten betroffen sein.
Das Wichtigste in Kürze
Der Ukraine ist erneut ein spektakulärer Schlag tief im russischen Hinterland gelungen.
Ukrainische Drohnen haben das zweitgrößte Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries getroffen.
Der Angriff könnte nicht nur Waren vernichtet, sondern auch Russlands Lieferketten empfindlich gestört haben.
Nur rund 40 Kilometer vom Kreml entfernt ist ein riesiges Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Wildberries in Brand geraten. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos sollen zeigen, wie Drohnen das mehr als 200.000 Quadratmeter große Lager im Moskauer Vorort Koledino treffen. Es gilt als zweitgrößter Wildberries-Standort in ganz Russland.
Kurz darauf schlagen Flammen aus dem Komplex, dichter Rauch steigt auf. Das Ausmaß der Schäden ist zunächst unklar. Nach Angaben russischer Behörden wurde die Region Moskau in der Nacht zum Sonntag von einem der bislang schwersten Drohnenangriffe getroffen.
Russland meldete landesweit den Abschuss von 822 ukrainischen Drohnen. Im Moskauer Umland kam mindestens ein Mensch ums Leben. Zudem soll es mehrere Verletzte gegeben haben.
Schäden in Milliardenhöhe für Wildberries
Wildberries ist seit Mitte Juli wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Mindestens 20 Logistikstandorte des Amazon-Pendants sollen bereits getroffen, beschädigt oder zerstört worden sein. Kiew wirft dem Unternehmen vor, auch militärisch relevante Güter zu vertreiben. Die wirtschaftlichen Folgen könnten erheblich sein. Branchenquellen schätzen die direkten Verluste des Konzerns auf bis zu zwei Milliarden Euro.
Mehr zu dem Thema:
Immer mehr Zivilisten werden getötet
In dem seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichneten Experten zuletzt eine zunehmende Eskalation der Gewalt. Beide Seiten setzen immer schnellere und weitreichendere Waffen ein. Bei den gegenseitigen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern sterben auch immer mehr Zivilisten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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