Alarmierender Bericht
"Stille Eroberung": Steht Russland kurz davor, dieses Land zu annektieren?
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiRussland will einem Bericht zufolge Belarus schon seit langem de facto annektieren - und ist jetzt im Endstadium eines entsprechenden Plans angekommen. (Archivbild)
Bild: via REUTERS
Es ist ein Bericht, der die Alarmglocken in der NATO und im Westen schrillen lässt: Einer US-Denkfabrik zufolge bereitet sich der Kreml auf die de-facto-Annexion von Belarus vor. Und dafür fehle nicht mehr viel.
Das Wichtigste in Kürze
Belarus und Russland versuchen seit Jahren, im Rahmen der Russisch-Belarussischen Union ihre Kooperation noch weiter zu vertiefen.
Dem ISW zufolge sieht Putin jedoch darin eine Chance, das Land faktisch zu annektieren.
Nun stehe Russland kurz vor der Annektierung des benachbarten Landes, warnt die US-Denkfabrik.
Laut der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) ist eine faktische Annexion von Belarus durch Russland in unmittelbare Nähe gerückt. Der Kreml befinde sich "im Endstadium einer jahrzehntelangen strategischen Bemühung, Belarus de facto zu annektieren", warnte das ISW in seinem neuen Bericht vom Donnerstag (16. Januar).
Die Denkfabrik konstatiert, dass Russland unter dem Präsidenten Wladimir Putindie Integrationsbemühungen beider Staaten in die Russisch-Belarussische Union vorangetrieben habe. Gemeint ist ein Staatenbund, dessen Aufbau beide Länder bereits 1996 beschlossen hatten. Dem ISW zufolge will Putin dieses Konstrukt jedoch nun instrumentalisieren, um die "stille Eroberung" Belarus' zu vollziehen.
Das ist Putins Ziel
Dem Kremlchef geht es laut der Analyse dabei primär um die Ressourcen des Landes: Putin wolle mit deren Hilfe seinen "revanchistischen geopolitischen Zielen" im Konflikt mit der NATO und den USA mehr Nachdruck verleihen. Zudem wolle sich Moskau mithilfe der de-facto-Annexion besser auf künftige Kriege vorbereiten.
Die faktische Einverleibung des seit Jahrzehnten vom Autokraten Alexander Lukaschenko kontrollierten Landes werde dabei keine Grenzen kennen. "Der Kreml plant höchstwahrscheinlich, die 9,155 Millionen Einwohner von Belarus, das geostrategische Gebiet an der Ostflanke der NATO und die wirtschaftlichen Ressourcen von Belarus in den Dienst der russischen Staatsmacht zu stellen", warnt das ISW.
Der Bericht appelliert eindringlich an den Westen, Maßnahmen gegen diese Entwicklung zu ergreifen. Das düstere Fazit: "Die politischen Entscheidungsträger müssen mit der Planung für eine Zukunft beginnen, in der Weißrussland nicht nur ein gefangenes Land ist, sondern faktisch auch eine Erweiterung der Russischen Föderation."
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