Wichtige Verteidigungslinien
Selenskyj stellt klar: Werden Donbass nicht aufgeben
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von dpaDie Ukraine wird den Donbass nicht aufgeben, so Präsident Selenskyj.
Bild: Michael Kappeler/dpa
Der ukrainische Präsident lehnt eine Abtretung des Donbass an Russland kategorisch ab. Diese würde nicht zum Frieden führen - ganz im Gegenteil.
Das Wichtigste in Kürze
Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass die Ukraine nicht auf den Donbass verzichten werde.
Ein Rückzug würde Russland ein Sprungbrett für künftige Angriffe bieten.
Vor dem Treffen zwischen Trump und Putin fordert er, keine Entscheidungen ohne Kiew zu treffen.
Die Ukraine wird nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht auf den von Russland besetzten und kontrollierten Osten des Landes verzichten. Man könne und werde den Donbass nicht aufgeben, betonte Selenskyj im Gespräch mit Journalisten. "Der Donbass wäre für die Russen ein Sprungbrett für einen neuen, zukünftigen Angriff", sagte er kurz vor dem Alaska-Gipfel von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem am Freitag ohne Beteiligung Kiews über Wege zu einem möglichen Frieden in der Ukraine gesprochen werden soll.
Schon die von Russland 2014 besetzte Halbinsel Krim sei "zu 100 Prozent" ein Sprungbrett für den Angriff auf die Südukraine gewesen. Zudem habe Russland in dem von Separatisten kontrollierten Donbass keine eigenen Kräfte eingesetzt, sondern Abtrünnige zur russischen Armee gemacht.
Selenskyj: Keine Beschlüsse ohne die Ukraine
Jeder Rückzug ukrainischer Einheiten aus ihren Positionen im Donbass würde Moskau Vorbereitungen für einen neuen Angriff ermöglichen. Kremlchef Putin hätte dann in einigen Jahren den Weg frei in die Regionen Charkiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk, so Selenskyj.
Selenskyj schloss Entscheidungen zur Ukraine bei dem Treffen aus. "Zur Ukraine können sie ohne uns nichts beschließen", sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine zufolge in Kiew. Er hoffe, dass US-Präsident Trump dies bewusst sei. Das Treffen von Trump und Kremlchef Putin im US-Bundesstaat Alaska am Freitag sei aber "fraglos wichtig für ihre bilateralen Beziehungen".
Selenskyj zeigte sich zudem überzeugt, dass es künftig zu einem Dreiertreffen zwischen Trump, Putin und ihm kommen werde, um den seit fast dreieinhalb Jahren dauernden Krieg in dem osteuropäischen Land zu beenden.
Trump schließt Abkommen am Freitag aus
Auch Trump und Putin wollen über ein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine verhandeln. Trump hatte mehrfach erklärt, das Blutvergießen so schnell wie möglich beenden zu wollen. Zu Wochenbeginn sagte er, dass er mit Putin kein Abkommen zum Ukraine-Krieg abschließen werde, weil dies nicht seine Aufgabe sei.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Die europäischen Verbündeten der Ukraine und die Führung in Kiew befürchten, dass Putin und Trump Entscheidungen über das von Russland angegriffene Land hinweg treffen könnten.
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