Posse um Wahrzeichen in Washington

Reflecting-Pool-Drama: Trump droht "Pool-Vandalen" mit harten Strafen

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Trumps Mega-Pool bleibt grün

Videoclip • 01:51 Min • Ab 12


Ein frisch renoviertes Wasserbecken in Washington sorgt erneut für Schlagzeilen. US-Präsident Donald Trump spricht von Vandalismus und droht mit harten Strafen, nachdem der Reflecting Pool am Lincoln-Denkmal wieder grün geworden ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump droht wegen des Zustands am Reflecting Pool in Washington mit langjährigen Haftstrafen für mögliche Täter:innen.

  • Das Becken wurde für rund 14 Millionen Dollar saniert, ist aber schon wieder von Algen betroffen und teilweise beschädigt.

  • Die Algenbildung in dem Wasserbecken ist seit Jahrzehnten ein bekanntes und wiederkehrendes Problem.

Ein auf Trumps Veranlassung renoviertes Wasserbecken in Washington sorgt weiter für Ärger. Gemeint ist der sogenannte Reflecting Pool am Lincoln-Denkmal, eines der bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das Becken war erst vor kurzem saniert worden, doch nun ist das Wasser wieder grün. Außerdem löst sich die Farbe an mehreren Stellen bereits wieder ab.

Trump reagierte darauf mit scharfen Worten. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, von den vielen "wiederaufgebauten, renovierten, gereinigten und instand gesetzten" Statuen und Brunnen sei "lediglich dieses Wasserbecken Ziel von Vandalismus" geworden. Zugleich erinnerte er daran, dass auf die Zerstörung oder den Versuch der Zerstörung solcher Anlagen eine "zehnjährige Haftstrafe" stehe. Diese werde "voll umgesetzt", kündigte der Präsident an.

Trump: Mehrere Festnahmen wegen Vandalismus

Wie diese volle Umsetzung aussieht, spiegelt sich in Trumps darauf folgendem zweiten Post wieder: "Im Zusammenhang mit dem skandalösen Vandalismus an unserem wunderschönen Reflecting Pool wurden zahlreiche weitere Personen festgenommen", so der US-Präsident.

Die Justiz steht offenbar voll hinter Trump. Die US-Staatsanwältin für Washington, D.C., Jeanine Pirro, erklärte im rechten Sender Fox News: "Jeder, der bei Beschädigungen erwischt wird oder auch nur beim Versuch, muss mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen."

Trump beschuldigte zuletzt unter anderem den TV-Journalisten Jonathan Karl. Dieser habe, so Trump, "versucht, die Gummibeschichtung abzureißen". Der US-Präsident erklärte weiter, mehrere Personen hätten mit einer Art Klinge einen rund 76 Meter langen Riss in der "wunderschönen Fassade" verursacht. Außerdem hätten sie ätzende und zerstörerische Chemikalien in den Pool gegossen, so Trump. Beweise dafür blieb der 80-Jährige dafür aber zunächst schuldig.

Auch in den News:

Reflecting Pool wird zur Dauer-Posse

Der Reflecting Pool ist rund 610 Meter lang und ein beliebtes Fotomotiv in Washington. In ihm spiegeln sich das Lincoln-Denkmal und das Washington Monument. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1922 kommt es dort immer wieder zu Algenbildung. Dass sich das Wasser grün färbt, ist also kein völlig neues Problem.

Vor den Feiern zum 250. Gründungstag der USA am 4. Juli wollte Trump diesen Zustand jedoch offenbar nicht hinnehmen. Deshalb ließ er das Becken entleeren und den zuvor grauen Boden mit spezieller Pool-Farbe blau anstreichen. Nach Medienberichten kostete das Projekt rund 14 Millionen Dollar, also gut zwölf Millionen Euro.

Algen kehren schnell zurück

Als das Wasser Anfang Juni wieder in das Becken eingelassen wurde, erklärte das Weiße Haus laut den vorliegenden Angaben, Washington sehe nun "besser aus denn je". Doch der gewünschte Effekt hielt offenbar nicht lange an. Schon kurze Zeit später kehrten die Algen zurück und färbten das Wasser erneut sumpfig-grün.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur AFP

Nachrichtenagentur Reuters

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