Maßnahme gegen Spionage
Parlamentsbeschluss: Starlink im Iran bald verboten
Veröffentlicht:
von dpaDer Start eines Starlink-Satelliten ist zu sehen. Der Iran möchte das Netzwerk verbannen.
Bild: Gene Blevins/ZUMA Press Wire/dpa
Der Internetzugang via Starlink soll im Iran laut jüngstem Beschluss des Parlaments in Teheran verboten werden. Bei Verletzung drohen bis zu zwei Jahren Gefängnis.
Die Nutzung des amerikanischen Satelliten-Internetdienstes Starlink ist Menschen im Iran künftig verboten. Das hat das Parlament in Teheran beschlossen, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete. Verstöße können mit Geldstrafe, Peitschenhieben und bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden.
Wie stark Starlink, das dem Tech-Milliardär Elon Musk gehört, im Iran genutzt wird, ist nicht bekannt. Die Kosten dürften aber das Budget eines durchschnittlichen Haushalts in dem Land übersteigen. Starlink ist eine der wenigen Alternative, auf die Iranerinnen und Iraner zurückgreifen können, wenn die Führung das Internet abstellt - wie jüngst geschehen während des Krieges mit Israel.
Das Parlament stimmte zudem für eine Verschärfung der Strafen wegen mutmaßlicher Spionage. Auch "operative Kooperation" solle künftig mit der Todesstrafe geahndet werden. Was damit genau gemeint ist, wurde aus der Mitteilung nicht deutlich. Beobachter gehen aber davon aus, dass diese Regelungen als weiteres Mittel der Einschüchterung von Kritikern dient.
Beide Entscheidung müssen noch vom Wächterrat gebilligt werden. Die Zustimmung gilt in den Fällen als Formsache.
Mehr News

Botschaft an Putin
Macron: "Koalition der Willigen" führt schon bald Manöver für Ukraine durch

Wohl Kolumbianer erschossen
ICE-Einsatz im US-Bundesstaat Maine endet schon wieder tödlich

Neue Auswertung
Achtung, Unfall-Hotspots: Das sind Deutschlands gefährlichste Straßen

Ermittlungen laufen
Vergiftung in Ferienhotel? Dutzende Kuşadası-Urlauber im Krankenhaus

Küsten unter Druck
Mallorcas Strände verlieren Sand – jetzt soll eine Studie helfen

Produktion ohne Erlaubnis
Russland verkauft weiter BMW – obwohl der Konzern längst ausgestiegen ist

Ab 9:30 Uhr
LIVE: Frankreich feiert Nationalfeiertag mit Militärparade

Verbraucherorganisation
Was macht die Stiftung Warentest nach den Tests mit Produkten?

Feuerwehreinsatz
Sachsen-Anhalt: Feldbrand an der A9 sorgt für Vollsperrung

