Live-Ticker nach US-Angriff auf Venezuela
In Badelatschen: Maduro kommt in New Yorker Haftanstalt an
Aktualisiert:
von dpa:newstime
Trump: USA übernehmen Venezuela vorübergehend
Videoclip • 04:04 Min • Ab 12
Die US-Behörden haben Venezuelas entmachteten Staatschef Maduro nach New York gebracht. Dort soll er bis zu seinem Prozess in Untersuchungshaft sitzen.
+++ Update 09:00 Uhr +++
In Badelatschen: Maduro kommt in New Yorker Haftanstalt an
Nach seiner Festnahme bei einem US-Militäreinsatz ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen. Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigte, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird.
US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.
Zuvor war Maduro übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit einem Flugzeug der Bundesbehörden auf einem Flughafen im US-Bundesstaat New York gelandet und von dort per Hubschrauber in die Nähe der Haftanstalt in der Ostküstenmetropole gebracht worden. Das US-Militär hatte ihn am Samstag bei einem großen Militäreinsatz in Venezuela festgenommen.
Maduro muss sich in New York vor Gericht verantworten. Dem entmachteten autoritären Staatschef und seiner bei dem Militäreinsatz ebenfalls festgenommenen Frau Cilia Flores werden unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport" vorgeworfen.
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+++ Update 07:24 Uhr +++
Venezolanische Medien: Vizepräsidentin übernimmt Regierung
Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez laut örtlichen Medienberichten die Führung des Landes. Das habe Venezuelas Oberster Gerichtshof angeordnet. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen wollten. Rodríguez sei zur Zusammenarbeit bereit. Diese gab sich nach seiner Äußerung aber unbeugsam.
+++ Update 4. Januar 2026, 00:08 Uhr +++
Medien: Maduro auf amerikanischem Boden
Nach der Festnahme von Nicolás Maduro bei einer Militäroperation ist der venezolanische Präsident Medienberichten zufolge in die USA überführt worden. Mehrere Medien berichteten, dass ein Flugzeug mit Maduro und seiner Ehefrau an Bord im US-Bundesstaat New York gelandet sei. Mehrere TV-Sender zeigten dazu am Abend (Ortszeit) ein Flugzeug auf einem auch militärisch genutzten Flughafen in der Nähe der Millionenstadt New York, aus dem wegen der Dunkelheit und Entfernung der Kameras eine nicht näher zu identifizierende Gruppe stieg.
In der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Venezuela angegriffen. Bei der Operation "Absolute Entschlossenheit" hatten Eliteeinheiten dann Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefasst und außer Landes gebracht. Trump zufolge wurden beide per Hubschrauber auf das Kriegsschiff "Iwo Jima" gebracht. Dieses habe dann Venezuela in Richtung New York verlassen. Wo Maduro und seine Ehefrau dann in ein Flugzeug stiegen, war zunächst unklar.
+++ Update 22:44 Uhr +++
Venezuelas Vizepräsidentin fordert Freilassung von Maduro
Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.
Rodríguez, die laut Verfassung bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, nannte Maduro den "einzigen Präsidenten" von Venezuela und den US-Angriff einen "schrecklichen Fleck" in den bilateralen Beziehungen. "Wir werden nie wieder Sklaven sein", sagte sie und bezeichnete den Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta.
US-Präsident Trump: Führen Gespräche mit der Vizepräsidentin
Laut US-Präsident Donald Trump will die US-Regierung nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef mit der Vizepräsidentin Rodríguez zusammenarbeiten. "Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach", hatte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida gesagt.
+++ Update 21:59 Uhr +++
Selenskyj: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.
Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.
+++ Update 21:40 Uhr +++
Das werfen die USA Maduro vor
Die USA werfen Maduro vor, sich mit Mitverschwörern zusammengeschlossen zu haben. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende von Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X postete.
Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Art Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt. Jetzt gibt es quasi eine aktualisierte Anklage.
Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister und einen laut USA Anführer oder Mit-Anführer der kriminellen Organisation "Tren de Aragua".
Der Kokainhandel in dem Umfeld blühte laut den US-Vorwürfen in den vergangenen Jahrzehnten regelrecht auf. Verarbeitetes Kokain aus Venezuela sei über Umschlagpunkte in der Karibik und Mittelamerika wie Honduras, Guatemala und Mexiko in die USA gelangt - per See und per Luft. Zugleich sei es demnach zu Korruption in Venezuela gekommen.
+++ Update 21:22 Uhr +++
Trump will Venezuela "reich, unabhängig und sicher" machen
US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, große US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten "schwer beschädigte" venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen. Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela "reich, unabhängig und sicher" machen, sagte Trump. Auch Millionen Venezolaner im Exil – inklusive den USA – würden von den geplanten Maßnahmen profitieren.
+++ Update 20:26 Uhr +++
Merz: Maduro hat sein Land ins Verderben geführt
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten. "Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit", teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. "Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten."
Merz sagte weiter, Nicolás Maduro habe sein Land ins Verderben geführt. "Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir - wie viele andere Staaten auf der Welt - daher nicht anerkannt", sagte der Bundeskanzler weiter. "Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle."
+++ Update 19:30 Uhr +++
Trump beschwört Monroe-Doktrin
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro den US-Anspruch auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent bekräftigt.
"Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt", sagte Trump bei einer Pressekonferenz auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Washington habe die im 19. Jahrhundert geprägte Monroe-Doktrin über die US-Vorherrschaft in den Amerikas vernachlässigt, so Trump. Er fügte hinzu: "Wir haben sie ein Stück weit vergessen. Sie war sehr wichtig, aber wir haben sie vergessen. Wir werden sie nicht mehr vergessen."
Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe (regierte 1817 bis 1825) zurück, wonach die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.
+++ Update 18:47 Uhr +++
Trump: Haben keine Angst vor US-Truppen in Venezuela
US-Präsident Donald Trump steht einem Einsatz von US-Streitkräften auf venezolanischem Boden gelassen gegenüber. "Wir haben keine Angst vor Bodentruppen. Und wir müssen welche haben, wir hatten vergangene Nacht Bodentruppen vor Ort", sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er scheue sich nicht, das zu sagen. "Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordnungsgemäß regiert wird", sagte er.
+++ Update 18:41 Uhr +++
Trump: Führen Venezuela bis zu sicherem Übergang
Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump übergangsweise die Führung in Venezuela übernehmen. "Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können", sagte der Republikaner in einer Pressekonferenz nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro. Trump sagte, die Venezolaner seien nun "frei".
Am Samstagmorgen hatte Trump auf Truth Social bekanntgegeben, dass US-Streitkräfte bei einem Angriff auf Venezuela den Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau festgenommen haben. Beide befinden sich nach Trumps Angaben auf einem Schiff in Richtung New York, wo sie angeklagt wurden. Dort werden beiden laut US-Justizministerin Pam Bondi unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport" vorgeworfen.
+++ Update 17:55 Uhr +++
Trump postet Bild von gefangenem Maduro
US-Präsident Donald Trump hat ein erstes Bild veröffentlicht, das den gefangengenommenem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro zeigen soll. Auf der Plattform Truth Social postete der Republikaner eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist. Trump schrieb dazu: "Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima."
Donald Trump teilt ein Bild des festgenommenen Nicolás Maduro.
Bild: Trump/Truth Social
+++ Update 17:14 Uhr +++
Machado: Oppositioneller González soll Präsident werden
Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados.
+++ Update 16:37 Uhr +++
Trump zu Venezuela: "Wir werden sehr involviert sein"
Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte will Präsident Donald Trump bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. "Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht", sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. "Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen." Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht.
Ihm soll nun in New York unter anderem wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden. Vizepräsidentin würde laut Verfassung übernehmen Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgeführt.
+++ Update 15:53 Uhr +++
Trump: Maduro wird per Schiff nach New York gebracht
Der bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela festgesetzte Präsident Nicolas Maduro und seine Frau werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nach New York gebracht. Sie seien auf ein Schiff gebracht worden, sagt Trump dem Sender Fox News. Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat es nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf amerikanischer Seite keine Toten gegeben. Es gebe jedoch einige wenige Verletzte, teilt Trump mit.
+++ Update 15:33 Uhr +++
Trump forderte Maduro zu Kapitulation auf
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten vor einer Woche Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro zur Kapitulation aufgefordert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben", sagte Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Maduro und er hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Der nun von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef habe sich geweigert.
Am Samstagmorgen hatte der US-Präsident den Angriff auf Venezuela bestätigt. Im Gespräch mit Fox News sagte Trump, dass die US-Streitkräfte auch für einen zweiten Schlag vorbereitet gewesen wären.
+++ Update 14:35 Uhr +++
Venezuela beantragt Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats
Nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro hat die Regierung in Caracas eine Krisensitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoß gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hieß es in einem Schreiben des Außenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern.
+++ Update 14:03 Uhr +++
Bondi: Maduro in New York angeklagt
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sind nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi in New York angeklagt worden. Ihnen werden Verbrechen in Zusammenhang mit Drogenhandel vorgeworfen, wie Bondi auf der Plattform X mitteilte.
Konkret werden Maduro demnach unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport" vorgeworfen. Auch wird er des Besitzes von Maschinengewehren und Sprengstoff bezichtigt. "Sie werden sich schon bald vor amerikanischen Gerichten auf amerikanischem Boden der vollen Härte der amerikanischen Justiz stellen müssen", schrieb Bondi weiter. Sie bezeichnete Maduro und dessen Ehefrau als "mutmaßliche internationale Drogenhändler".
Am frühen Samstagmorgen hatte US-Präsident Donald Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social einen großangelegten Angriff auf Venezuela bestätigt. US-Eliteeinheiten hatten dabei Maduro und dessen Ehefrau festgenommen und außer Landes gebracht. Für 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) kündigte er eine Pressekonferenz mit weiteren Details an.
+++ Update 13:24 Uhr +++
Krisenstab zu Venezuela in Deutschland
Nach dem US-Angriff auf Venezuela verfolgt die Bundesregierung in Deutschland die Entwicklung "mit größter Sorge". Der Krisenstab der Bundesregierung berate im Auswärtigen Amt über die Situation, verlautete von dort. Zuerst hatte "Bild" darüber berichtet.
"Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam", hieß es. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit noch in Teilen unübersichtlich. "Wir stimmen uns eng mit unseren Partnern ab."
+++ Update 13:16 Uhr +++
EU-Chefdiplomatin erinnert nach US-Angriff an Völkerrecht
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Achtung des Völkerrechts aufgerufen. "Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf", schrieb Kallas auf X. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.
Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heißt es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. "Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität", fügte die estnische Politikerin hinzu.
+++ Update 12:51 Uhr +++
Venezuelas Innenminister: USA haben Ziel nur teilweise erreicht
Die USA haben mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro ihr Ziel nach Einschätzung der Regierung in Caracas nur teilweise erreicht. "Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen", sagte Innenminister Diosdado Cabello mit Militärhelm und taktischer Weste umgeben von Bewaffneten im Staatsfernsehen. "Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei."
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.
+++ Update 12:22 Uhr +++
Russland verurteilt "bewaffnete Aggression" gegen Venezuela
Russland hat als Verbündeter Venezuelas die "bewaffnete Aggression" der USA gegen das Land verurteilt. "Die Vorwände, die zur Rechtfertigung solcher Aktionen angeführt werden, sind unhaltbar", teilte das Außenministerium in Moskau mit. Statt pragmatischer Handlungen habe eine "ideologisierte Abneigung" gegen die Führung in Venezuela Oberhand gewonnen. Wichtig sei jetzt, eine weitere Eskalation zu verhindern und den Dialog zu suchen. Russland sei zur Unterstützung bereit.
"Lateinamerika sollte eine Friedenszone bleiben", hieß es in der Mitteilung weiter. Venezuela habe das Recht, "seine eigene Zukunft ohne destruktive, geschweige denn militärische Einmischung von außen zu bestimmen". Russland unterstütze Venezuelas Behörden auch bei der Forderung, unverzüglich eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates einzuberufen.
"Die russische Botschaft in Caracas arbeitet unter Berücksichtigung der Situation normal", teilte das Ministerium mit. Russische Staatsbürger seien nicht betroffen. Kremlchef Wladimir Putin hatte dem autoritären venezolanischen Staatschef, Nicolás Maduro, im Dezember angesichts wachsender Spannungen mit den USA seine Unterstützung zugesichert.
+++ Update 12:07 Uhr +++
Venezuelas Vizepräsidentin fordert Lebenszeichen von Maduro
Nach den US-Angriffen auf Venezuela und der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro hat die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes ein Lebenszeichen des festgesetzten Staatschefs gefordert. "Wir wissen nicht, wo Präsident Nicolás Maduro und die First Lady Cilia Flores sind", sagte Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. "Wir fordern von der Regierung von Präsident Donald Trump sofort ein Lebenszeichen von Präsident Maduro und der First Lady."
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.
+++ Update 12:04 Uhr +++
CNN: US-Senatsausschuss nicht über Angriff informiert
Ein für Militärangelegenheiten zuständiger Senatsausschuss wurde laut Medienbericht nicht über den US-Angriff auf Venezuela vorab informiert. Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump hätten dafür keine Notwendigkeit gesehen, berichtete der US-Sender CNN und berief sich auf eine damit vertraute Quelle. Einige der Kongressmitglieder hätten dagegen darauf bestanden, vor militärischen Vorgehen benachrichtigt zu werden.
Trump hatte kurz zuvor auf Truth Social einen US-Angriff auf Venezuela bestätigt, bei dem Maduro und dessen Ehefrau gefasst worden seien. Beide seien außer Landes geflogen worden.
+++ Update 11:46 Uhr +++
Soldaten und Zivilisten bei US-Angriff auf Venezuela getötet
Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.
+++ Update 11:33 Uhr +++
Spanien ruft zur Deeskalation in Venezuela auf
Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land.
Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um "eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen". Das Außenministerium beobachte die Lage in Venezuela und in Abstimmung mit seinen Partnern in der EU und den Ländern der Region, hieß es weiter in der Mitteilung.
+++ Update 11:23 Uhr +++
Venezuelas Verteidigungsminister ruft zum Widerstand auf
Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes zum Widerstand aufgerufen. "Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen", sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. "Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands." Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Nicolás Maduro gefasst und außer Landes gebracht.
Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. Unter anderem soll die Fuerte Tiuna - die wichtigste Militärbasis des Landes - in Caracas angegriffen worden sein.
+++ Update 10:38 Uhr +++
Venezuela ruft Ausnahmezustand aus
Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat die Regierung in Caracas einen landesweiten Ausnahmezustand ausgerufen. "Präsident Nicolás Maduro hat die Umsetzung des Dekrets unterzeichnet, das den Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet ausruft", heißt es in einer von dem venezolanischen Sender TeleSUR TV verbreiteten Erklärung der Regierung Venezuelas.
Unter dem Ausnahmezustand kann die Regierung Grundrechte weiter einschränken, die Streitkräfte und zivile Milizen aktivieren, die Kontrolle über Medien und die öffentliche Ordnung weiter verschärfen, sowie eine bewaffnete Verteidigung vorbereiten.
Zugleich rief die Regierung die Bevölkerung auf, sich zur Verteidigung gegen "die imperialistische Aggression" zu erheben. "Das Volk Venezuelas und seine bolivarischen Streitkräfte stehen bereit, um die Souveränität und den Frieden zu sichern", hieß es weiter.
+++ Update 10:32 Uhr +++
Trump bestätigt Venezuela-Angriff: Maduro gefasst
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump Venezuela angegriffen und den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst. Sie seien aus dem südamerikanischen Land ausgeflogen worden, teilte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit.
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Die venezolanische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Im Raum stand die Frage, ob es sich möglicherweise um einen Angriff des US-Militärs handeln könnte. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.
Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro wirft dem Weißen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe. Der US-Präsident erklärte zudem, Maduros Tage an der Staatsspitze seien gezählt.
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