Vize-Kanzler soll Partei zusammenbringen
Hofreiter zur Grünen-Krise: Habeck "ganz stark in der Verantwortung"
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiDer Grünen-Politiker Anton Hofreiter sieht nach den Rücktritten in der Partei Vizekanzler Robert Habeck in der Handlungspflicht.
Bild: Sven Hoppe/dpa
Wer wird die Grünen inmitten des Umbruchs wieder zusammenbringen? Anton Hofreiter hat eine klare Antwort auf diese Frage.
Das Wichtigste in Kürze
Nach den Rücktritten bei den Grünen muss laut Anton Hofreiter besonders Robert Habeck die Partei wieder zusammenbringen.
Der potenzielle Kanzlerkandidat der Partei könne diese Aufgabe auch stemmen, so Hofreiter.
Hofreiter stellte dabei klar, dass mit einem möglichen Spitzenkandidaten Habeck auch eine "große Bandbreite" an Wähler:innen angesprochen werden könne.
Nach dem Rücktritt des gesamten Bundesvorstands der Grünen sieht Anton Hofreiter Robert Habeckin der Pflicht, die Partei wieder zusammenzubringen. "Ich glaube, dass da der Vizekanzler auch ganz stark in der Verantwortung ist, denn er wird voraussichtlich unser Spitzenkandidat werden", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag (26. September) gegenüber :newstime.
Hofreiter zeigte sich zuversichtlich, dass Habeck diese Aufgabe stemmen werde. "Ich bin optimistisch, dass er sich darum bemühen wird, dass er die ganze Partei mitnehmen wird", betonte er.
Rücken die Grünen weiter in die Mitte?
Nach dem Verzicht von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf eine Kanzlerkandidatur sei schon "seit Wochen relativ offensichtlich", dass die Kandidatur auf Bundeswirtschaftsminister Habeck zulaufe, hob Hofreiter hervor.
Werden die Grünen mit dem potenziellen Spitzenkandidaten Habeck dabei weiter in die politische Mitte rücken? "Wir wollen die Chance haben, vielleicht sogar das Kanzleramt zu übernehmen. Und so eine Partei braucht eine große Bandbreite und Spannbreite", antwortete Hofreiter gegenüber :newstime.
Am Mittwoch (25. September) hatten die Grünen-Chef:innen Omid Nouripour und Ricarda Lang bekanntgegeben, dass der Grünen-Vorstand wegen der Misserfolge bei den Landtagswahlen im Osten zurücktrete. Nur Stunden später warf auch die Spitze der Grünen Jugend hin und begründete die Entscheidung mit Meinungsdifferenzen mit der Partei. Seit den Rücktritten befinden sich die Grünen im Umbruch.
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