Cyberattacken
Geheimdienste warnen vor russischen Angriffen auf WhatsApp
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Geheimdienste warnen vor WhatsApp-Hacks
Videoclip • 01:32 Min • Ab 12
Messenger wie WhatsApp und Signal gelten wegen ihrer Verschlüsselung als besonders sicher. Doch laut niederländischen Geheimdiensten geraten sie zunehmend ins Visier russischer Hacker. Die Angreifer:innen setzen dabei auf eine bekannte Methode.
Das Wichtigste in Kürze
Niederländische Geheimdienste warnen vor gezielten Hackerangriffen auf WhatsApp- und Signal-Konten.
Angreifer:innen versuchen per Social Engineering Zugang zu Nutzerkonten zu bekommen.
Nutzer:innen sollten keine PIN- oder Verifizierungscodes weitergeben und gekoppelte Geräte prüfen.
Messenger-Dienste wie WhatsApp und Signal gelten eigentlich als besonders sicher. Grund dafür ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, durch die Chat-Inhalte nur von Sender:innen und Empfänger:innen gelesen werden können. Die Übertragung der Nachrichten erfolgt verschlüsselt und gilt grundsätzlich als gut geschützt.
Dennoch warnen nun die niederländischen Geheimdienste MIVD und AIVD vor einer neuen Angriffswelle. Demnach sollen russische Hacker gezielt versuchen, Nutzerkonten bei WhatsApp, wo gerade auch neue Funktionen getestet werden, und Signal zu übernehmen. Laut einer aktuellen Meldung sind bereits niederländische Regierungsangestellte betroffen, wie futurezone.at berichtet.
Hacker greifen Nutzer statt Verschlüsselung an
Die Angreifer:innen versuchen allerdings nicht, die Verschlüsselung der Messenger zu knacken oder Sicherheitslücken auszunutzen. Stattdessen setzen sie auf sogenanntes Social Engineering. Dabei manipulieren sie ihre Opfer, um Zugang zu Geräten oder Nutzerkonten zu erhalten.
Eine Methode besteht darin, sich als offizieller Support von WhatsApp oder Signal auszugeben. In solchen Nachrichten fordern die Betrüger:innen Nutzer:innen auf, persönliche PIN-Codes zu übermitteln. Mit diesen Informationen könnten die Täter:innen ein Konto übernehmen.
Angriff über verknüpfte Geräte
Eine weitere Masche betrifft gekoppelte Geräte. Dabei versuchen die Angreifer, ein eigenes Gerät mit dem Konto des Opfers zu verbinden und anschließend an den dafür nötigen Verifizierungscode zu gelangen.
Gelingt das, können die Täter:innen sämtliche Nachrichten mitlesen und sogar selbst Nachrichten im Namen des Opfers verschicken. Diese Methode wird als "Ghost Pairing" bezeichnet und ist bereits länger auch bei Betrüger:innen im Einsatz.
Der Messenger-Dienst Signal hat bereits auf die Warnung reagiert. Der offizielle Support würde Nutzer:innen niemals auffordern, einen persönlichen PIN-Code weiterzugeben, heißt es dem Bericht zufolge.
Im Visier stehen laut den Geheimdiensten vor allem Regierungsmitarbeiter, Behörden, Militärangehörige und Journalist:innen. Doch grundsätzlich könnten auch andere Personen betroffen sein, die für russische Interessen relevant sind.
Expert:innen raten deshalb allen zu einfachen Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehört, regelmäßig die Liste der gekoppelten Geräte in den Einstellungen zu überprüfen. Außerdem sollten persönliche PIN- oder Verifizierungscodes niemals weitergegeben werden.
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Verwendete Quellen:
Future Zone: "Geheimdienst warnt: Russland hackt WhatsApp-Konten"
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