Eigentlich verfassungswidrig
Ex-Berater Bannon sagt dritte Amtszeit von Trump vorher – "Gibt einen Plan"
Veröffentlicht:
von Momir TakacSteve Bannon ist sicher, dass Donald Trump eine dritte Amtszeit als US-Präsident bekommen wird.
Bild: picture alliance / Middle East Images
Ex-Chefstratege Bannon kündigt eine dritte Amtszeit von Trump an, obwohl es laut Verfassung nicht möglich ist. Es soll "Pläne" geben.
Steve Bannon war während Donald Trumps erster Amtszeit als Präsident der USA mehrere Monate lang dessen Chefstratege. Jetzt hat der frühere Leiter der rechtspopulistischen Website "Breitbart Network" mit einer Aussage zu Trumps Zukunft für Aufsehen gesorgt. Er kündigte etwas an, was eigentlich gar nicht möglich ist.
Bannon: Leute müssen sich auf dritte Amtszeit von Trump einstellen
"Trump wird 2028 wieder US-Präsident werden." Das sagte Bannon am Donnerstag (23. Oktober) in einem Interview mit der Zeitung "The Economist". Es sind verwunderliche Worte. Denn Trump darf nach zwei Amtszeiten gar nicht noch einmal Präsident werden. Das ist im 22. Verfassungszusatz klar geregelt.
Bannon sprach weiter von einem "Plan". "Es gibt einige Möglichkeiten. Zu einem angemessenen Zeitpunkt werden wir das erklären", sagte der Unterstützer des Republikaners. Einige Mitglieder:innen von Trumps innerstem Zirkel meinten es erst mit der dritten Amtszeit. "Trump wird 2028 der Präsident sein, und die Leute müssen sich einfach darauf einstellen."
Bannon nennt Trump "Instrument des göttlichen Willens"
Bannon bezeichnete seinen früheren Chef als "ein Instrument des göttlichen Willens". Eine dritte Amtszeit Trumps sei nötig, um zu Ende zu bringen, "was wir begonnen haben", sagte er weiter. Trump selbst brachte eine erneute Kandidatur immer wieder ins Spiel. Im März sagte er in einem Interview mit NBC News, "dass wir noch einen langen Weg vor uns haben". Er ließ sogar "Trump 2028"-Kappen im Souvenirladen des Weißen Hauses anbieten.
Doch was wären die Möglichkeiten, von denen Bannon, aber auch Trump sprachen? Beispielsweise eine Änderung der Verfassung. Dazu ist entweder eine Zweidrittelmehrheit im Kongress nötig. Andererseits könnten zwei Drittel der Bundesstaaten einen Verfassungskonvent einberufen, in dem dann die Änderung vorgeschlagen wird, wie "People" berichtet. Ebenfalls könnte – im Falle seiner Wahl – J. D. Vance als Präsident zurücktreten und Trump seinen Posten einnehmen. Szenarien, die laut dem Politologen Albrecht von Lucke "völlig ausgeschlossen" sind.
Verwendete Quellen:
nbcnews.com: "Trump won’t rule out seeking a third term in the White House, tells NBC News 'there are methods' for doing so"
people.com: Steve Bannon Claims Trump 'Will Be the President' for a Third Term — and Inner Circle Has a 'Plan'
economist.com: Inside the mind of MAGA: a conversation with Steve Bannon
Mehr entdecken

Fußball-Weltmeisterschaft
Ticket-Ärger: US-Behörden prüfen FIFA-Praktiken

Sicherheitsdebatte in Europa
Experte warnt: Könnte Putin zuerst Rügen angreifen?

Gewinn für Apple?
Warum das iPhone für Apple zum KI-Trumpf werden könnte

Über 27 % des Finanzvermögens
Mehr Superreiche – Elite profitiert durch Boom an den Börsen

Mordprozess
Fall Fabian: Neue Zeugenaussagen zu Feuer und Auto der Angeklagten

Macht, Einfluss, Sicherheit
"Der Fußball im Abseits" bei der WM 2026? :newstime-Podcast beleuchtet das Mega-Event

