AfD
Demonstration gegen Höcke-Auftritt in Reutlingen
Aktualisiert:
von dpaDer Thüringer AfD-Landeschef in der vollen Wittumhalle.
Bild: Christoph Schmidt/dpa
Hunderte Menschen protestierten mit Sprechchören und Transparenten gegen den Auftritt von AfD-Politiker Höcke in Reutlingen. Die Polizei zeigte starke Präsenz.
Das Wichtigste in Kürze
Rund 1.000 Menschen zogen mit Sprechchören und Transparenten zur Veranstaltungshalle, um gegen Höckes Auftritt zu demonstrieren.
Die Polizei bereitete sich auf verschiedene Szenarien vor und war mit einem deutlich dreistelligen Kräfteansatz sowie Pferden und Hunden im Einsatz.
Höcke gilt als umstritten, unter anderem wegen rechtskräftiger Verurteilungen und der Einstufung der Thüringer AfD als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz.
Begleitet von Protesten ist der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke in Reutlingen aufgetreten. Rund 1.000 Menschen zogen mit Sprechchören zur Veranstaltungshalle. Es blieb zunächst ruhig. Die Teilnehmenden hatten Transparente mit den Botschaften "Wer AfD wählt weiß, dass er Nazis wählt" und "Björn Höcke ist ein Nazi" dabei.
Die Polizei war auf Konflikte vorbereitet. "Wir haben uns auf verschiedene Szenarien vorbereitet und sind mit einer ausreichenden Zahl an Einsatzkräften vor Ort", sagte ein Polizeisprecher. Zur genauen Zahl machte er keine Angaben, sprach jedoch von einem "deutlich dreistelligen Bereich". Auch mit Pferden und Hunden waren Beamte unterwegs. Flutlicht wurde aufgebaut.
Der Thüringer AfD-Chef ist umstritten. Zweimal wurde er wegen der Verwendung einer verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt. In Thüringen wird die AfD vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.
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AfD-Kreisverband holt Höcke als Unterstützung im Wahlkampf
Der AfD-Kreisverband Reutlingen um den Direktkandidaten Maximilian Gerner hatte Höcke in die Wittumhalle im Ortsteil Rommelsbach eingeladen. AfD-Landeschef Markus Frohnmaier war nicht anwesend. Neben Höcke sprachen auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Christian Zaum aus NRW und der AfD-Landtagsabgeordnete Sandro Scheer aus Stuttgart. Ihre Beiträge wurden in der mit rund 700 Menschen voll besetzten Veranstaltungshalle immer wieder von starkem Applaus begleitet.
Zu den Protesten hatte ein "Bündnis Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts - in Reutlingen und Tübingen" aufgerufen.
Vandalismus vor Höcke-Auftritt
Die Wittumhalle wurde vor wenigen Tagen von Unbekannten beschädigt und mit Farbbeuteln beworfen. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf mehrere Tausend Euro. Gerner veröffentlichte auf Instagram Fotos und schrieb dazu: "Wer uns einschüchtern will, erreicht das Gegenteil."
Zuletzt hatte es in Nordrhein-Westfalen große Proteste gegen einen Auftritt Höckes in Düsseldorf gegeben. Tausende Menschen demonstrierten dort unter anderem mit einem Motivwagen des aus dem Karneval bekannten Künstlers Jacques Tilly und Chören.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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