Nachfolger gilt als gesetzt
Benin wählt nach Putschversuch - Opposition ohne Luft
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von dpa:newstime
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Geschäftsmann Patrice Talon hat die Wirtschaft des kleinen Lands binnen eines Jahrzehnts zum Brummen gebracht - doch für die Opposition bleibt kaum noch Luft. Bedrohung kommt derweil aus dem Norden.
Wenige Monate nach einem vereitelten Putschversuch wählt der westafrikanische Küstenstaat Benin einen neuen Präsidenten. Beobachter:innen rechnen mit einem Sieg des Finanzministers Romuald Wadagni (49), der von Amtsinhaber Patrice Talon als Protegé und Nachfolger ins Rennen geschickt wurde. Talon selbst darf nach zehn Jahren an der Spitze des kleinen französischsprachigen Nachbarlands von Nigeria nicht mehr antreten.
Unter Talon erlebten Benins rund 15 Millionen Einwohner, die zum großen Teil von Baumwoll- und Cashew-Anbau leben, beachtliches Wirtschaftswachstum, aber auch Einschränkungen der politischen Freiheiten. Die geschwächte und uneinige Opposition schickt nur einen Gegenkandidaten ins Rennen. Bei den Parlamentswahlen im Januar gewann die Regierungskoalition alle Sitze.
Islamistischer Terror im Norden des Landes
Im Dezember hatte eine Gruppe meuternder Soldat:innen im staatlichen Fernsehen einen Staatsstreich verkündet. Die Regierung und das restliche Militär gewannen binnen weniger Stunden aber wieder die Oberhand. Nigeria half dabei im Rahmen der regionalen Staatengemeinschaft Ecowas mit Luftschlägen sowie einer Einsatzgruppe. Mehrere Dutzend Verdächtige, denen eine Beteiligung vorgeworfen wird, sitzen in Haft.
Als Motivation nannten die Putschisten unter anderem die sich verschlechternde Sicherheitslage im Norden des Landes. Dort dehnen sich zunehmend islamistische Terrorgruppen aus den nördlich angrenzenden Staaten Burkina Faso und Niger aus, die in dicht bewaldeten Naturschutzgebieten entlang der Grenze Unterschlupf finden. Trotz verstärkten Einsatzes erlebte Benin im vergangenen Jahr dort den bislang tödlichsten Angriff mit 54 getöteten Soldat:innen.
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