Kurioses Gesetz
Urlauber aufgepasst: In Frankreich sind enge Badehosen Pflicht
Aktualisiert:
von Joachim VonderthannEin männliches Modell trägt eine klassische Badehose in Slip-Form.
Bild: dpa-tmn
In Frankreich dürfen Männer keine weiten Badeshorts in öffentlichen Bädern tragen. Das Gesetz aus dem Jahr 1903 hat einen ernsten Hintergrund.
Seit über einem Jahrhundert gibt es in Frankreich ein ungewöhnliches Gesetz, das Männern in öffentlichen Schwimmbädern das Tragen von weiten Badeshorts untersagt. Dieses Verbot mag auf den ersten Blick wie eine Modevorschrift erscheinen, hat jedoch einen ernsthaften Hintergrund: Hygiene.
Alles, was Sie zu den engen Badehosen in Frankreich wissen müssen, erfahren Sie im folgenden Video:
Weite Badeshorts in Frankreichs Bädern nicht erlaubt
Die Regelung besagt, dass weite Shorts als "Straßenkleidung" gelten und somit Schmutz, Bakterien und Staub ins Wasser gelangen können, wie die "Bild" berichtet. Enge Badehosen hingegen werden selten außerhalb des Schwimmbereichs getragen und sollen daher ausschließlich zum Schwimmen genutzt werden – eine saubere, hygienische und sichere Wahl.
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Die Auswirkungen der lockeren Shorts sind vielfältig. Rutschige Böden durch triefende Shorts stellen ein Sicherheitsrisiko dar, da der Stoff erhebliche Mengen Wasser aus dem Becken transportiert. Dieses Gesetz, das tatsächlich aus dem Jahr 1903 stammt, hat bis heute Bestand und wird aktiv durchgesetzt. Die französische Stadt Grenoble versuchte im Jahr 2022, das Gesetz zu ändern, stieß jedoch auf Widerstand seitens der Regierung, die sich gegen eine Lockerung aussprach.
Enge Hose an - oder draußen bleiben
Badegäste in Frankreich müssen sich anpassen: Wer ins Freibad, Hotelpool oder Wasserpark möchte, muss auf enge Badebekleidung umsteigen oder draußen bleiben. Die strikte Regelung mag für einige Besucher:innen ungewöhnlich sein, sie unterstreicht aber die Wichtigkeit von Hygiene in öffentlichen Schwimmbereichen.
Verwendete Quellen:
"Bild": "In Frankreich sind lange Männer-Badehosen verboten"
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