Sabotage-Verdacht

Umspannwerk in Bergheim: Sechs Abschussvorrichtungen gefunden

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Versuchter Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg (1. September)

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Nach der Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln haben die Ermittler:innen sechs Abschussvorrichtungen in einem Feld gefunden.

Die Ermittlungen nach der Störung am Umspannwerk Bergheim am Dienstagabend (1. September) nehmen konkrete Formen an: Auf einem Feld nahe dem betroffenen Umspannwerk stießen die Fahnder:innen auf sechs speziell konstruierte Abschussvorrichtungen.

Laut dem Leitenden Kriminaldirektor Michael Esser waren diese Vorrichtungen so gebaut, dass sie mithilfe pyrotechnischer Gegenstände einen Draht in die Höhe über die Stromleitungen führen sollten.

Der Vorfall ereignete sich gegen 20 Uhr im Bergheimer Ortsteil Rheidt. Durch einen Kurzschluss fielen mehrere Leitungen aus. Die Polizei Essen, die für derartige Einsätze und Ermittlungslagen vorbereitet ist, führt die Untersuchungen.

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Polizei vermutet vorsätzliche Tat

"Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus", erklärte ein Sprecher der Polizei Essen. Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, und die Systemstabilität blieb gewährleistet.

Das betroffene Umspannwerk gehört zum Energieversorger Amprion, der bestätigte, dass es zu Anlagenausfällen bei der RWE Power gekommen war. Expert:innen von Amprion arbeiten eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Angriffe auf die Strominfrastruktur ein: Erst am selben Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen – in zwei Fällen mit Erfolg. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter:innen Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an.

Die Ermittlungen zu Ursache und Hintergründen des Vorfalls in Bergheim laufen auf Hochtouren.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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