Haus und Garten
Trend aus den USA: Hausbesitzer sprühen vertrocknete Rasenflächen einfach grün an
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
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Auch in den USA leiden vielerorts unter starken Hitzewellen – mit der Folge, dass Rasenflächen häufig austrocknen. Damit der Garten aber trotzdem schön aussieht, greifen viele zur Spraydose und sprühen das verdorrte Gras einfach grün an.
Das Wichtigste in Kürze
Vertrocknete Rasenflächen werden auch in den USA für viele Bürger zum Problem.
Aber statt zu bewässern, sprühen viele einfach grüne Farbe auf den Rasen.
Die Methode spart Wasser und Geld – wirft aber auch Fragen auf.
In den USA greifen immer mehr Hausbesitzer zur Sprühdose, wenn der Rasen unter Hitze und Trockenheit braun wird. Spezielle Rasenfarben verleihen verdorrten Flächen einen satten Grünton und sollen so den Eindruck eines gepflegten Gartens bewahren. Der Trend gewinnt vor allem in Regionen an Popularität, in denen Wasser knapp und die Bewässerung eingeschränkt ist.
Die Methode ist eine Alternative zu regelmäßigem Gießen und Düngen. Für diese Arbeit gibt es sogar einen eigenen Beruf: den "Lawn Painter", also den Rasenmaler. Nach Angaben des Rasenspezialisten Jim Baird von der University of California in Riverside können moderne Produkte den Wasser- und Chemikalienverbrauch reduzieren. Viele Farben basieren auf organischen Pigmenten und gelten deshalb als unbedenklich für Menschen und Haustiere. Je nach Produkt und Mähhäufigkeit hält der Farbfilm etwa zwei bis drei Monate.
Das muss man beim Sprühen beachten
Besonders sinnvoll ist das Auftragen, solange das Gras noch grün ist und erst in die winterliche Ruhephase übergeht. Dann wirke die Färbung natürlicher. Dunklere Halme könnten zudem mehr Wärme aufnehmen und im Winter schneller wieder ergrünen. Wichtig sind ein vorheriger Schnitt, trockenes Wetter und eine gleichmäßige Anwendung. Nach spätestens 24 Stunden soll die Fläche wieder nutzbar sein.
Ganz ohne Risiken ist die Rasenpflege aus der Dose allerdings nicht. Gelangt die Farbe auf Beton, Gehwege oder Einfahrten, kann sie dort lange sichtbar bleiben. Baird berichtet von Produkten, deren Spuren erst nach zwei oder drei Jahren verschwanden. Deshalb sollten Spritzer möglichst sofort abgewaschen werden. Auch Wasserpfützen können die Farbe verdünnen und ein fleckiges Ergebnis verursachen.
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Folgen für die Umwelt nicht gänzlich klar
Die grüne Farbe soll nach Angaben einzelner Hersteller teilweise aus pflanzlichen Bestandteilen bestehen und organischen Dünger enthalten. Andere Produkte enthalten zusätzlich Zeckenabwehrmittel, Dünger oder Zitrusöle. Die genauen Rezepturen bleiben jedoch häufig geheim. Der deutsche Rasenspezialist Harald Nonn hält das künstliche Einfärben deshalb für problematisch. Dabei gelangten Farbpigmente in die Umwelt, die dort nicht hingehörten. Zudem könne die Farbe eine gesunde Rasenfläche vortäuschen, obwohl ihre ökologischen Funktionen möglicherweise beeinträchtigt seien.
Verwendete Quellen:
https://www.watson.ch
www.familyhandyman.com/
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