Luxusmarke

Ex-Chef von Strenesse tot: Gerd Strehle stirbt mit 85 Jahren

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von Valentin Kronberger

Der frühere Eigentümer der Luxusmarke Strenesse, Gerd Strehle, wurde 85 Jahre alt.

Bild: SCHROEWIG/News & Images


Der frühere Eigentümer der Luxusmarke Strenesse, Gerd Strehle, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Das Unternehmen war früher eine international gefragte Designermarke.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mode-Unternehmer Gerd Strehle ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

  • Seine Luxusmarke Strenesse war in den 1990er Jahren eine international gefragte Designermarke.

  • Wegen der Corona-Krise musste das Unternehmen 2020 seinen Betrieb einstellen.

Der bekannte Mode-Unternehmer Gerd Strehle ist mit 85 Jahren am Samstagabend (31. Oktober) gestorben. Das soll sein Sohn der "Bild" bestätigt haben. Strehle war ehemaliger Eigentümer und jahrzehntelanger Vorstandschef der Luxusmarke Strenesse.

Strehle war Gründerfamilie von Strenesse

Strenesse war 65 Jahre lang im Besitz der Gründerfamilie Strehle, die das Unternehmen im Jahr 1949 in Nördlingen als Textilfabrik für Damenoberbekleidung gegründet hatte. Wegen einer finanziellen Krise und Überschuldung musste die Familie die Kontrolle über das Unternehmen an Investor:innen abgeben.

Bekannt war Strenesse als Luxusmodehersteller und galt lange als ein besonders erfolgreicher Vertreter deutscher Designermode. Der Markenname selbst ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus dem Namen der Eigentümerfamilie Strehle und dem französischen Wort "Jeunesse" für Jugend.

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In den 1990er Jahren wurde Strenesse unter Kreativchefin Gabriele Strehle, einer Ehefrau von Gerd Strehle, zu einer international gefragten Designermarke. Das Unternehmen zeigte seine Kollektionen in Mailand, verkaufte in Japan und gründete eine Tochterfirma in den USA. Bekannt war Strenesse auch als Ausstatter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, vor allem durch das weiße Hemd und den blauen "Glückspullover" von Bundestrainer Jogi Löw.

Strenesse wegen Überschuldung abgegeben

Anfang 2014 erreichte der damalige CEO und Sohn von Gerd Strehle, Luca Strehle, dass die Gläubiger:innen einer Zwölf-Millionen-Euro-Schuldverschreibung drei Jahre länger auf ihr Geld warteten. Damals arbeiteten noch rund 400 Beschäftigte für Strenesse. Noch im selben Jahr begann ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das später in ein reguläres Verfahren umgewandelt wurde. Danach baute das Unternehmen Stellen ab und schloss eigene Geschäfte.

Weil Strenesse überschuldet war, musste die Familie die Kontrolle an Investor:innen abgeben. Etwa ein Jahr vor dem Ende folgte ein zweites Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die Restrukturierung war fast abgeschlossen und im ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz noch. Trotzdem gab Strenesse im Juli 2020 bekannt, den Betrieb zum Jahresende wegen der Corona-Krise einzustellen.


Verwendete Quellen:

Bild: "Mr. Strenesse" ist tot"

Nachrichtenagentur dpa

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