Trotz Verbot
Schwere Unfälle am Stausee – Feuerwehr warnt vor Betreten der Schwarzenbach-Talsperre: "saugefährlich"
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Mehr tödliche Badeunfälle: Das sind die Gründe (21. Mai 2025)
Videoclip • 01:38 Min • Ab 12
Am Wochenende wurde zwei Menschen das Betreten des leeren Stausees der Schwarzenbach-Talsperre zum Verhängnis. Trotz Verbots entschlossen sie sich, in das Gefahrengebiet zu gehen, und erlitten schwere Verletzungen. Der zuständige Feuerwehrkommandant spricht eine ausdrückliche Warnung aus.
Das Wichtigste in Kürze
Aus Gründen von Sanierungsarbeiten wurde der Stausee bei Forbach ausgepumpt.
Die zuständige Feuerwehr musste nach Angaben bereits drei Menschen aus dem teils morastigen Seekessel retten.
Der Feuerwehrgesamtkommandant Marius Mungenast spricht eine massive Warnung aus: Man solle von dem See wegbleiben.
"Das ist saugefährlich, wenn man da drinsteckt, man kommt da leider nicht mehr raus", sagte der Gesamtkommandant der Feuerwehr Forbach, Marius Mungenast, über den tiefsten Teil des leeren Sees, ein Sumpfgebiet.
Vergangenes Wochenende wurden zwei Menschen aus dem abgelassenen Stausee der Schwarzenbach-Talsperre gerettet. Beide hatten sich bei ihrem Ausflug schwer verletzt.
Auch in den News:
Zwei Unfälle allein am Sonntag
Der Stausee im Nordschwarzwald (Kreis Rastatt) ist infolge von Sanierungsarbeiten leergepumpt worden.
"Die Leute sollen einfach wegbleiben und von oben gucken. Man muss nicht runter, um zu sehen, dass der See leer ist", so Mungenast. Um die Gefahrenstelle stünden Schilder, dass das Betreten des Stausees verboten sei. Der Boden des abgelassenen Gewässers sei so matschig, dass man dort bis zu den Knien einsinke.
Nach Marius Mungenast habe die Feuerwehr insgesamt bereits drei Personen aus dem teilweise morastigen See retten müssen. Am Sonntag (26. April) stürzte nach Angaben der Bergwacht eine Frau an einem stark abschüssigen Ufer im inneren Bereich des Stausees. Die Verletzte wurde von Bergwacht und Feuerwehr versorgt und geborgen. Anschließend sei sie an den Rettungsdienst übergeben worden.
Nur wenige Stunden später kam es erneut zu einem Unfall: Ein Mann hatte sich mittig des Sees so schwer verletzt, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte. Er war mit einem Hubschrauber über die Winde gerettet und in eine Klinik gebracht worden.
Arbeiten an der Staumauer
Laut Energieversorger EnBW wurde der See auch abgelassen, um an einer Staumauer zu arbeiten. Als Oberbecken liefert die Talsperre 14 Millionen Kubikmeter Wasser für ein Pumpspeicherkraftwerk. Bis Oktober sollen der EnBW zufolge Verschlussvorrichtungen an der Staumauer erneuert, Beton- und Metallteile instand gesetzt und neue Strukturen im Uferbereich für Fischer geschaffen werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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