Heimische Tierwelt

Störche im Saarland erreichen Rekordstand

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Stadttiere verhalten sich anders als ihre Artgenossen auf dem Land

Videoclip • 01:29 Min • Ab 12


So viele Storchenpaare wie nie: Im Saarland hat sich der Weißstorch-Bestand seit der Neuansiedlung 1998 stetig erholt. Auch die Jungvögel-Zahl liegt auf Rekordniveau.

Im Saarland gibt es so viele Störche wie noch nie: Beim Weißstorch wurden in diesem Jahr 60 Revierpaare gezählt und damit drei mehr als im Vorjahr. Das teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Saarland der Deutschen Presse-Agentur mit. "2026 war ein herausragendes Storchenjahr im Saarland", sagte Storchenkoordinator Christoph Braunberger. Der Bestand wachse kontinuierlich seit der Neuansiedlung der Art 1998.

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Auch der Bruterfolg liegt laut Nabu mit 115 ausgeflogenen Jungvögeln auf Rekordniveau. Trockenheit und Hitze hätten den Störchen dabei kaum geschadet. Als einen wesentlichen Grund für den wachsenden Bestand nennt der Nabu veränderte Zugrouten: Immer weniger Störche fliegen den langen, gefährlicheren Weg bis nach Afrika, viele bleiben stattdessen in Südspanien. "Die Zugwege haben sich verkürzt, die Todesrate ist damit deutlich zurückgegangen, und damit kann der Bestand steigen", sagte Braunberger.

Regionaler Schwerpunkt ist laut Nabu der Saarpfalz-Kreis mit 37 Paaren, vor dem Kreis St. Wendel (16 Paare), dem Kreis Neunkirchen (drei Paare) sowie den Kreisen Saarlouis und Merzig-Wadern (je zwei Paare). Storch-Hauptstadt des Saarlandes bleibt demnach Homburg mit nun 25 Paaren.

Auch beim selteneren Schwarzstorch, der erst seit 2005 im Saarland heimisch ist, entwickle sich die Lage laut Nabu "sehr erfreulich". Vermutlich brüten 15 bis 20 Paare im Saarland und in grenznahen Gebieten zu Lothringen und Rheinland-Pfalz; sicher nachgewiesen wurden acht Brutpaare mit insgesamt mindestens 15 ausgeflogenen Jungvögeln.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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