RKI warnt und rät zur Impfung
Neue Gebiete: Zecken-Risiko in Deutschland steigt weiter
Veröffentlicht:
von Joachim VonderthannFSME kann zu schweren Entzündungen führen und wird durch Zeckenstiche übertragen. Das RKI hat für 2026 zwei weitere Risikogebiete in Deutschland ausgewiesen.
Das Wichtigste in Kürze
Das RKI hat für 2026 zwei neue FSME-Risikogebiete ausgewiesen.
Die Zahl der Risikokreise in Deutschland steigt damit auf insgesamt 185.
So kann man sich vor der gefährlichen Erkrankung schützen.
Achtung Zecken, heißt es auch in diesen Tagen wieder. Denn die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die schwere Entzündungen der Hirnhaut oder des Rückenmarks hervorrufen kann. Ausgelöst wird sie durch Viren, die durch Zeckenstiche übertragen werden.
Das Risiko besteht vor allem in bestimmten Regionen Deutschlands. Laut einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden für das Jahr 2026 zwei neue FSME-Risikogebiete ausgewiesen: der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Damit steigt die Anzahl der Risikokreise auf insgesamt 185.
RKI weist neue Zecken-Risikogebiete aus
Besonders betroffen sind Bayern mit 95 von 96 Kreisen sowie Baden-Württemberg mit 43 von 53 Kreisen – beide Regionen bleiben unverändert die Hauptgebiete für FSME-Infektionen. Auch in Thüringen, Hessen, Sachsen, Brandenburg und anderen Bundesländern gibt es weiterhin Risikogebiete, wobei sich die Gesamtzahl der betroffenen Kreise nicht wesentlich verändert hat. Der Bericht des RKI zeigt jedoch, dass die FSME-Erkrankungen in Deutschland zunehmen: Im Jahr 2025 wurden mit 693 Fällen die dritthöchste Anzahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet.
Weitere Gesundheits-News:
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung aber weiterhin nicht generell für alle Bewohner:innen von Risikogebieten, sondern gezielt für Personen, die häufig Zecken-exponiert sind, wie Chip.de berichtet. Dazu zählen Menschen, die sich viel im Freien aufhalten oder beruflich in der Land- und Forstwirtschaft tätig sind. Der Impfschutz besteht aus mindestens zwei Impfstoffdosen für einen zeitlich begrenzten Schutz; drei Dosen sind notwendig für einen längerfristigen Schutz.
Neben der Impfung gibt es einfache Maßnahmen, um sich vor Zeckenstichen zu schützen: Das Tragen von geschlossener, heller Kleidung erleichtert das Auffinden von Zecken. Zudem sollte Unterholz und hohes Gras möglichst gemieden werden. Nach einem Aufenthalt im Freien empfiehlt es sich, Körper und Kleidung gründlich abzusuchen. Falls Zecken gefunden werden, ist deren umgehende Entfernung und Desinfektion der Stichstelle wichtig.
In Deutschland gibt es jetzt zwei weitere Zecken-Risikogebiete.
Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
FAQ: Zecken
Die beiden wichtigsten sind Borreliose (durch Bakterien) und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis, durch Viren). Borreliose kommt bundesweit vor und kann Gelenke, Nerven und Haut schädigen – ist aber meist mit Antibiotika behandelbar. FSME tritt vor allem in Risikogebieten auf und kann schwere Gehirnentzündungen verursachen. Gegen FSME gibt es eine Impfung, gegen Borreliose nicht.
Lange, geschlossene Kleidung tragen (helle Farben machen Zecken besser sichtbar)
Zeckenschutzmittel (Repellents) auf Haut und Kleidung auftragen Nach Aufenthalten in Wald, Wiesen oder hohem Gras den
Körper gründlich absuchen (besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln, Haaransatz)
In FSME-Risikogebieten: Impfung erwägen, v.a. bei häufigem Aufenthalt in der Natur
Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte hautnah greifen und langsam gerade herausziehen – nicht drehen, quetschen oder mit Öl/Klebstoff behandeln. Die Einstichstelle desinfizieren und beobachten: Bei Rötung, Wanderröte (ringförmig) oder Grippesymptomen nach dem Stich solltest du umgehend zum Arzt. Bei Unsicherheit oder wenn der Kopf stecken bleibt, ebenfalls ärztlich abklären lassen.
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Verwendete Quellen:
RKI
Chip.de: "Neue Zecken-Risikogebiete in Deutschland: Wo Sie 2026 besonders aufpassen sollten"
Nachrichtenagentur dpa
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