Offenbar Brandanschlag
"Reduzieren Sie Verbrauch": Strom in Berlin fließt immer noch nicht
Veröffentlicht:
von Michael ReimersDas Technische Hilfswerk versorgt das Johanniter-Stift Berlin-Johannisthal mithilfe eines Stromgenerators mit Energie.
Bild: Michael Ukas/dpa
Der Stromausfall in Berlin dauert länger. Immer noch fehlt in 20.000 Haushalten die Elektrizität.
Das Wichtigste in Kürze
Immer noch gibt es in 20.000 Haushalten im Berliner Südosten keinen Strom.
Der Netzbetreiber geht davon aus, dass die Reparatur an den Kabeln noch bis Donnerstag dauert.
Die Schulen in dem betroffenen Gebiet bleiben geschlossen.
Der Ausnahmezustand dauert nun schon mehr als 24 Stunden: Nach dem großflächigen Stromausfall ist die Versorgung bei vielen Bewohner:innen im Berliner Südosten wiederhergestellt worden - 20.000 Haushalte waren am frühen Morgen (10. September) aber immer noch ohne Elektrizität (Stand 4.50 Uhr).
Damit das Netz stabil gehalten werden kann, gab es eine dringende Bitte vom Netzbetreiber Stromnetz Berlin an alle Kund:innen, die schon wieder versorgt sind: "Bitte reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch."
Wenn die Stromversorgung stabil gehalten werde, könnten so - wenn technisch möglich - weitere Kunden ans Netz angeschlossen. Ursprünglich waren rund 50.000 Haushalte betroffen.
Schulen bleiben dicht
Viele Schulen in dem Gebiet bleiben heute geschlossen. Die Polizei plante am Dienstag zwei sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme einzurichten – Anlaufstellen für Krisenfälle mit Personal und Stromversorgung. In Teilen waren die Notrufnummern 110 und 112 aufgrund des Stromausfalls nicht erreichbar.
Grund für den Stromausfall ist mutmaßlich ein Brandanschlag auf Starkstromkabel. Stromnetz Berlin richtet sich darauf ein, dass erst im Verlauf des Donnerstags alle Kunden wieder mit Energie versorgt werden. Nachdem in der Nacht Baugruben ausgehoben werden sollten, stehen für den heutigen Tag Kabelarbeiten an.
Nachrichtenagentur dpa
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